Industrie

_

Energiekonzern: Kraftwerksgeschäft belastet Eon

Bei Deutschlands größtem Energiekonzern ist keine Wende zum Besseren in Sicht. Das für die Dividende entscheidende nachhaltige Ergebnis brach um 42 Prozent ein. Sorgen macht vor allem das Erzeugungsgeschäft.

Der Stromkonzern Eon erleidet einen Gewinneinbruch. Quelle: dapd
Der Stromkonzern Eon erleidet einen Gewinneinbruch. Quelle: dapd

DüsseldorfDer größte deutsche Energiekonzern Eon hat im ersten Halbjahr wegen der gefallenen Strom-Großhandelspreise operativ weniger verdient als zuvor. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 5,695 Milliarden Euro gefallen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebitda von 5,573 Milliarden Euro gerechnet.

Anzeige

Die Aktien legten am Dienstag zeitweise um mehr als fünf Prozent auf 12,85 Euro zu und waren damit Spitzenreiter im Dax. Dabei gab es wenig erfreuliche Nachrichten für die Anleger: Der Konzernüberschuss stieg zwar im Jahresvergleich um 8 Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro. Der für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoüberschuss brach um 42 Prozent auf 1,91 Milliarden Euro ein.

Studie Die schmutzigsten Kohlekraftwerke Deutschlands

  • Studie: Die schmutzigsten Kohlekraftwerke Deutschlands
  • Studie: Die schmutzigsten Kohlekraftwerke Deutschlands
  • Studie: Die schmutzigsten Kohlekraftwerke Deutschlands
  • Studie: Die schmutzigsten Kohlekraftwerke Deutschlands

In einem Brief an die Aktionäre bekräftige Eon-Chef Johannes Teyssen den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. „Trotz des nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen und regulatorischen Umfeldes, gehen wir weiterhin davon aus, für das Geschäftsjahr 2013 ein Ebitda BITDA zwischen 9,2 und 9,8 Milliarden Euro und einen nachhaltigen Konzernüberschuss zwischen 2,2 und 2,6 Milliarden Euro erreichen zu können“, teilte er mit.

Vor allem das Segment Erzeugung bereitet dem Düsseldorfer Unternehmen derzeit Sorgen. In der globalen Einheit Erzeugung sind alle konventionellen, das heißt alle fossilen und nuklearen Erzeugungskapazitäten des Konzerns innerhalb Europas gebündelt. Allein im abgelaufenen Halbjahr ging der Umsatz in diesem Bereich von 6,2 Milliarden Euro auf 5,4 Milliarden Euro zurück. Auch das Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (Ebitda) in diesem Bereich schrumpfte von 1,2 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2012 auf 915 Millionen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem weiteren Rückgang des Ergebnisses.

  • Die aktuellen Top-Themen
Pharmariese Merck: Rezeptfreie Medikamente sind der Hoffnungsträger

Rezeptfreie Medikamente sind der Hoffnungsträger

Der Darmstädter Pharmakonzern Merck will sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten ausbauen – der Abstand zu den Marktführern ist riesig. Spartenchefin Uta Kemmerich-Keil will das Problem nun auf ihre Weise lösen.

Verkauf der Hypo-Alpe-Töchter: BayernLB kippt Österreichs Bankendeal

BayernLB kippt Österreichs Bankendeal

Die BayernLB als Ex-Eigentümerin der Hypo Alpe Adria darf beim Verkauf der Bank-Töchter mitreden. Diese Position nutzt sie, um die österreichische Regierung und die HGAA unter Druck zu setzen. Ein Deal ist nun geplatzt.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläumsfestivitäten – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen  in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer