Energiekonzern
Vattenfall in den roten Zahlen

Der schwedische Energieriese Vattenfall ist zurück in den roten Zahlen. Noch diese Woche will das Unternehmen sein operatives Geschäft neu ordnen. Atomkraft soll dabei eine große Rolle spielen.
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Der Energiekonzern Vattenfall schrieb im dritten Quartal rote Zahlen. Wie das schwedische Staatsunternehmen am Dienstag mitteilte, brachte das dritte Quartal einen Nettoverlust von 3,95 Milliarden Kronen (457,6 Mio Euro). Wichtigster Grund sei die Abschreibung von 8,6 Milliarden Kronen auf Unternehmenswerte vor allem in den Niederlanden, hieß es in Stockholm.

In Deutschland konnte Vattenfall mit einem Betriebsgewinn von 3,3 Milliarden Kronen das Quartalsergebnis gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um elf Prozent steigern. Der Konzern gehört neben RWE, Eon und Enbw zu den größten Energieversorgern auf dem deutschen Markt.

Der operative Gewinn im Gesamtkonzern fiel um 21,8 Prozent auf 4,5 Milliarden Kronen. Vattenfalls Umsatz sank um 12 Prozent auf 33,7 Milliarden Kronen.

Konzernchef Øystein Løseth sagte zu den Gründen: „Die Marktbedingungen verschlechtern sich weiter, und die Industrie leidet an Überkapazitäten im Markt, niedrigen Preise und niedrigen Margen insbesondere im Bereich der Stromerzeugung auf Erdgasbasis.“ Vattenfall will 2013 drei Milliarden Kronen Kosten einsparen.

Im Gegensatz zu den deutschen Energieriesen Eon und RWE will Vattenfall jedoch nicht der Atomenergie den Rücken zukehren. Ab morgen soll das operative Geschäft in vier neue Geschäftsbereiche aufgeteilt werden. Von diesen sollen zwei jeweils für die Entwicklung nachhaltiger Energie sowie für die Atomkraft verantwortlich sein.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

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