Energiekonzerne: Firmen setzen auf billigere Kraftwerke

Energiekonzerne
Firmen setzen auf billigere Kraftwerke

Die Energiekonzerne hoffen durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise auf sinkende Preise für Kraftwerke. Profitieren dürften davon vor allem die kapitalstarken Großkonzerne – kleinere Wettbewerber könnten bei ihren Planungen in Finanzierungsschwierigkeiten kommen.

DÜSSELDORF. Noch ist der Markt nach Einschätzungen von Branchenexperten zwar überhitzt, und die Anlagenpreise bleiben hoch. Durch die fallenden Notierungen für Rohstoffe und die reihenweise Absage von Projekten könnte sich die Lage aber 2009 schon spürbar entspannen. .

RWE-Chef Jürgen Großmann sieht für sein Unternehmen schon „neue Wachstumschancen“. Die Preise für Kraftwerkskomponenten werden nach seinen Worten sinken. Ein hochrangiger Eon-Manager rechnet spätestens Ende 2009 mit einem deutlichen Preisrückgang. Im Konzern werde bereits geprüft, ob teure Verträge noch gekündigt werden könnten, um die Konditionen zu drücken.

Noch ist die Situation auf dem Markt für neue Kraftwerke äußerst angespannt. In den vergangenen Jahren sind Anlagen immer teurer geworden. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Trendresearch kostet ein Kilowatt Leistung bei einem Steinkohlekraftwerk zur Zeit 1 700 Euro, bei Braunkohle sind es sogar 2 000 Euro. Ein 800 Megawatt (MW) starker Steinkohleblock würde damit 1,4 Mrd. Euro kosten. Die Preise für schlüsselfertige Anlagen haben sich innerhalb von fünf Jahren verdoppelt, weil eine hohe Nachfrage auf beschränkte Kapazitäten bei den Anlagenbauern traf.

Im Inland nahmen sich die Versorger – vom kleinen Stadtwerk über neue Wettbewerber aus dem Ausland bis hin zu den Schwergewichten – reihenweise neue Projekte vor. Nach Schätzungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) muss in Deutschland schließlich bis 2020 rund ein Viertel der 140 000 MW Kraftwerkskapazitäten ersetzt werden, weil alte Anlagen den Klimaschutzauflagen nicht entsprechen und der Atomausstieg kompensiert werden muss. Vor allem trieb aber die enorme Nachfrage aus Indien und China die Preise in die Höhe. Zudem kletterten die Kosten für wichtige Materialen wie Stahl sprunghaft in die Höhe.

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