Energiemarkt
Eon wehrt sich gegen Kartellabsprachen-Vorwurf

Der Energiekonzern Eon wehrt sich gegen den Vorwurf, Kartellabsprachen im Energiemarkt getroffen zu haben.

HB FRANKFURT. Zu einem vom Nachrichtenmagazin „Spiegel“ zitierten Papier des Bundeskartellamtes habe Eon bereits Stellung genommen und belegt, dass die Vorwürfe unzutreffend seien, teilte Eon am Samstag mit. „Eon hat zu keiner Zeit in irgendeiner Art und Weise Strompreise an der EEX manipuliert oder mit Wettbewerbern Absprachen getroffen, die den Wettbewerb im Strom- und Gasmarkt beschränken könnten“, erklärte der Konzern.

Der „Spiegel“ berief sich bei seinem Bericht auf ein ihm vorliegendes 30-Seiten-Papier des Bundeskartellamtes. Es enthält laut dem Magazin die Bilanz von Razzien der Behörde zusammen mit EU-Ermittlern. Die Behörden glaubten, eine Fülle von Indizien dafür zu haben, dass sich Manager der großen Energiekonzerne jahrelang in „geheimen Runden“ getroffen hätten, berichtete das Magazin weiter. Dabei seien Geschäftsstrategien ausgetauscht und Absprachen über das Vorgehen auf den unterschiedlichsten Märkten getroffen worden.

Zudem habe Eon versucht, Marktpreise für Strom an der Strombörse zu beeinflussen und Strom künstlich zu verknappen, um die Preise zu treiben, hieß es. Fazit der Behörde in dem Papier sei, dass der Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt durch kartellrechtlich unzulässige Kooperationen weitgehend verhindert werde, schrieb der „Spiegel“ weiter.

Eon erklärte, der Schriftsatz des Kartellamtes enthalte „eine völlig selektive Ansammlung und Verwertung von Informationen, die der EU-Kommission schon seit Mai 2006 vorliegen“. Neben „einseitigen Interpretationen“ fänden sich darin „viele unbewiesene Behauptungen und keinesfalls juristisch verbindliche Feststellungen und Tatsachen“. Keine Behörde habe bisher eine Veranlassung gesehen, aufgrund der vorliegenden Informationen Maßnahmen zu ergreifen, erklärte der Konzern weiter.

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