Energienetze
Heidelberger Anlagenbauer verkauft

Der in Heidelberg ansässige Anlagenbauer für Stromnetze und Erzeugung, die EVT, wird an die französische Firma Vinci verkauft. Das Geschäft hat ein Volumen von 240 Millionen Euro.
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FrankfurtDer Heidelberger Energie-Anlagenbauer EVT wird an den französischen Baukonzern Vinci verkauft. EVT gehörte bislang einer Tochter des schweizerischen Energiedienstleisters Alpiq. Alpiq bekommt für den Verkauf 195 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Lausanne mitteilte. Einschließlich Schulden liegt das Transaktionsvolumen bei 240 Millionen Euro.

EVT baut mit 3.000 Mitarbeitern Anlagen für die Verteilung und den Transport von Energie, darunter Hochspannungsleitungen, Umspannwerke und Stromversorgungsanlagen und setzte damit im vergangenen Jahr 512 Millionen Euro um.

EVT wird nun Teil von Vinci Energies, einer der fünf Sparten von Vinci, die 60.000 Menschen beschäftigt. Zuletzt war der Maschinenbauer Spie noch im Rennen gewesen, der sich im Besitz von Finanzinvestoren befindet.

Nicht verkaufen konnte Alpiq dagegen den Produzenten und Instandhalter von Kraftwerken EAT (Energieerzeugungs- und Anlagentechnik). Die Schweizer hatten ursprünglich beide Firmenteile, also EVT und EAT, zum Kauf angeboten, dafür Finanzkreisen zufolge aber keine Angebote erhalten.

Das Unternehmen leidet unter dem geplanten Ausstieg der Schweiz aus der Atomkraft. Allein 2011 musste Alpiq 1,7 Milliarden Franken Abschreibungen und Rückstellungen verkraften.

Die für EVT zuständige Tochter, die Alpiq Anlagentechnik, war aus der ehemaligen GAH hervorgegangen, die im Jahr 2000 an den Schweizer Stromversorger Atel verkauft worden. Atel schloss sich 2009 mit EOS und der schweizerischen Tochter der französischen EdF zu Alpiq zusammen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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