Energiepolitik
RWE und Eon bündeln Kräfte

Während deutsche Politiker den Atomausstieg diskutieren, schaffen Eon und RWE Tatsachen: In Großbritannien wollen sie jetzt gemeinsam Kernkraftwerke bauen - mit wohlwollender Unterstützung der britischen Regierung.

DÜSSELDORF/LONDON. Die beiden deutschen Energieriesen RWE und Eon machen in Großbritannien gemeinsame Sache. Mit einem Joint Venture zum Bau neuer Atomkraftwerke bilden sie einen Gegenpol zum französischen Konkurrenten EdF, der sich mit dem Kauf von British Energy die Führungsrolle in der englischen Nuklearindustrie gesichert hat. Die Deutschen wollen von der Nuklearen Entsorgungsbehörde (NDA) Grundstücke kaufen, die an bestehende oder bereits stillgelegte Kraftwerke angrenzen. Dort wollen sie mindestens sechs Gigawatt Kraftwerkskapazität gemeinsam bauen.

Die Konzerne haben sich nach eigenen Angaben zu dem Schritt entschlossen, um die Investitionsrisiken zu teilen und ihre Expertise im Bau und Betrieb von Kernkraftwerken zu bündeln. RWE-Chef Jürgen Großmann und Eon-Chef Wulf Bernotat sagten, dass die Atomkraft eine wichtige Rolle beim Aufbau einer klimaschonenden Stromversorgung habe. Die Briten gingen mit ihrem Neubauprogramm den richtigen Weg.

Die Londoner Regierung hat politische Rückendeckung für den Bau neuer Atomkraftwerke und eine Beschleunigung der Planungsverfahren zugesagt. Bau, Betrieb und Finanzierung obliegen jedoch privaten Investoren. Neue Anlagen sollen neben bestehende Werke gebaut werden, und die Standorte dafür sind in der Hand von British Energy und der NDA.

Beide deutschen Konzerne sind als Stromversorger und-produzenten auf dem britischen Markt aktiv und haben früh Interesse am Bau von Atomkraftwerken bekundet. Bisher verfolgten sie aber unterschiedliche Strategien. RWE bewarb sich im Gegensatz zu Eon um den Kauf von British Energy.

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