Eon-Chef warnt vor wachsender Black-Out-Gefahr

Energietagung
Eon-Chef warnt vor wachsender Black-Out-Gefahr

„Die Lage ist dramatisch“: Eon-Chef Teyssen warnt, dass sich Gaskraftwerke nicht mehr lohnen – obwohl sie für die Energiewende äußerst wichtig sind. Der Manager plädiert deswegen für ein neues Entlohnungsmodell.
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BerlinEon-Chef Johannes Teyssen hat vor steigenden Blackout-Risiken bei der Stromversorgung in Deutschland gewarnt. „Die Politik muss klar sehen, was sich hier an Versorgungsrisiken zusammenbraut“, sagte er am Mittwoch bei der Handelsblatt-Energietagung in Berlin. Gegen den gesetzlichen Vorrang der erneuerbaren Energien könnten sich konventionelle Kraftwerke nicht behaupten, das gelte besonders für Gaskraftwerke. Diese sind jedoch notwendig, um die Schwankungen von Wind- und Sonnenstrom auszugleichen.

„Die Lage der umweltfreundlichen Gaskraftwerke ist dramatisch. Die Rendite ist bei null angelangt“, betonte Teyssen. Es werde geprüft, ob hocheffiziente Kraftwerke stillgelegt werden. „Man muss verstehen, dass man nicht durch ein Gesetz die Lasten der Energiewende privatisieren kann“, sagte Teyssen.

Die konventionellen Kraftwerke sind im Zuge der Energiewende nötig, um die Schwankungen der erneuerbaren Energien auszugleichen. Vor allem Gaskraftwerke eignen sich dazu gut, weil man sie sehr schnell hochfahren kann. Doch sie sind auch recht teuer, sodass sich ihr Betrieb im Vergleich zu Kohlekraftwerken, die ebenfalls als Grundlastkraftwerke herhalten, weniger rechnet.

Damit es sich für die Energieversorger dennoch lohnt, die nötigen Reserven vorzuhalten, plädierte Teyssen am Rande der Energietagung für eine Entlohnung der „Leistung“ statt der „Arbeit“. Kraftwerksbetreiber sollten auch dann entlohnt werden, wenn sie die Leistung nur vorhalten, sie aber wegen des Vorrangs von erneuerbaren Energien nicht verkaufen, wie es derzeit oft bei Gaskraftwerken der Fall ist.

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Teyssen hält Steuer auf CO2-Emissionen für angebracht

Kommentare zu "Eon-Chef warnt vor wachsender Black-Out-Gefahr"

Alle Kommentare
  • Deutschland den, 26.01.2013

    Leserbrief zur geplanten 380KV-Neu-Bau-Trasse quer durch Deutschland 2800Km
    von Guido Wander Langenhagen / Otto Schineis, Einbeck

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Im Zusammenhang mit der neu geplanten 380KV-Trasse zirka 2800Km werden unserer Meinung nach einige Zusammenhänge nicht aufgezeigt, und außer HGÜ-Erdverkabelung.
    Die Kabel liegen in rund 1,7 m Tiefe in einer hoch wärmeableitenden Betonbettung. Alle 900 m sind Muffenbauwerke entlang der Trasse zu sehen.
    Die aufwendige Technik erklärt auch die im Vergleich mit Freileitungen hohen Gestehungskosten. Das Unternehmen kalkuliert mit Summen von rund 8 Mio. € pro km Erdverkabelung keine weiteren Forderungen gestellt.
    Die Freileitung liegt dagegen bei rund 1,2 Mio. €. Das Währen in der Summe 2.800 x mindestens 1.200.000,00 €
    Was bedeuten würde dass wir innerhalb der nächsten 4 Jahre für gewisse Groß Konzerne den Profit hochfahren würde, jedoch keine neuen Arbeitsplätzte mit Zukunftsperspektive 2040 schaffen würde

    1.)er Mythos: Energiesparen und Energieeffizienz, ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz!

    Das gilt leider nur nicht für die 380KV-Trasse Wahle-Mecklar.
    Hier wird Energieverschwendung für 80 Jahre festgeschrieben. Der Netzbetreiber Tennet darf weiter verlustreiche Drehstrom-Hochspannungsleitungen bauen.
    Laut Siemens liegen die Verluste bei 380KV Drehstr. bei 9,6%; bei 800KV HGÜ bei 2,6% (800km Strecke)
    und dadurch ab 600km Länge heute schon rentabel. Die Strecke Wahle Mecklar ist für ein rein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen wie Tennet einfach zu kurz um uns mit HGÜ beglücken zu können.

    Der Schutz unserer Gesundheit und eine intakte Natur-und Kulturlandschaft bleiben dabei auf der Strecke.
    Den Einwohnern von Einbeck/Erzhausen z.B. soll eine 380KV Leitung rund ums Dorf und ein Umspannwerk in 400m Entfernung zugemutet werden. Für das elektromagnetische Feld ist die Entfernung angeblich ausreichend (1m pro KV ), aber wegen dem Lärmschutz und der Luftionisa

  • Versorgungssicherheit und Umweltfreundlichkeit werden immer als Fremdwörter für die jetzige und zukunftige Regierung bleiben. Bei der hoch gejubelten Energiewende will man einfach nichts von den möglichen Versorgungsrisiken wissen.

  • EON und RWE brauchen überhaupt nicht jammern!
    Alle großen Energieerzeuger sind auf diesen Energiewandelzug auf Basis eines menschengemachten CO2-Klimasteuerungs-Märchen aufgesprungen.
    Alle haben der Ethik- und Ökologiesozialistischen Gedankengut Kanzlerin Merkel gehuldigt und liegen Ihr immer noch zu Füssen!!
    Die gesamte deutsche Großkonzern Industrie ist auf diesen "Way to Hell" mitgegangen und gehen immer noch diesen Weg mit! Anstatt mal diese Politiker den Marsch zu blasen!
    Alle deutschen Vernunfts- und Verstands Menschen haben durch eine ideologie Politik die Marktwirtschaft aus der Hand nehmen lassen und durch eine sozialistische Planwirtschaft ala DDR2 ersetzen lassen.
    Nach der brauen und der roten Diktatur wurde jetzt mit dieser Ethik-Energiewendepolitik die nächste, die Grüne Diktatur auf Deutschen Boden heraufgerufen! Und das dank schweigender und speichelleckender Großindustriemanager wie es Theyssen einer ist!
    Aus eigener Wirtschaftskraft nichts mehr in der Hose und auf Gedeih und Verderb auf den Subventionstropf und dem Goodwill einer deutschen ökosozialistischen Regierung (Gedankengut) angewiesen bzw. ausgeliefert.
    Mann oh Mann, was sind das nur für Weicheiermanger geworden, die auf Kosten ihrers zerstörten Marktwirtschaftssystem dem Untergang entgegengehen?!

  • @Armer_Irrer

    Wenn wir uns in etwa 100 Jahren ausschließlich aus erneuerbaren Energien versorgen und dann die Sonne nicht scheint und kein Wind weht und keine Gezeiten mehr vorkommen und alle Talsperren leer sind und alle Flüsse ausgetrocknet sind und alle Pumpspeicherwerke leergelaufen sind und alle Biomasse verbraucht ist und alle Akkus leer sind und alle Wasserstoffspeicher leer sind

    ... ja, dann bleiben die Menschen zuhause und machen sich auf einem gasbetriebenen Campingkocher ein warmes Süppchen.

    Haben Sie es nötig, anderen Menschen völlig blödsinnige Ansichten zu unterstellen, damit Sie sich als geistiges Oberhaupt fühlen? Was soll das denn?

  • Das ist nicht sauber recherchiert. Unabhängig von der politischen Durchsetzbarkeit von Braun- oder Steinkohlekraftwerken wird zumindest der hier vorgestellte 1.100 MW-Block Staudinger 6 nicht realisiert. EON hat vor ca. 2 Monaten verbindlich erklärt dieses Kraftwerk nicht zu bauen. Die erteilte Genehmigung wurde zurückgegeben. Diesen Milliardenprojekt ist somit gestorben.

  • Ich wei0 ja nicht wer hier einen Blackout kriegen soll, genug Windräder haben wir ja und auch Solarstrom, der ist ja schon gar nicht mehr erwünscht, auf jeden Fall zu viel, da wird schon nicht so schnell was passieren.

  • Zitat Sonnenschein: "Genau so soll es sein. Wer sagt, dass man durch Stromerzeugung Geld verdienen muss?"

    Sorry, jetzt wirds echt absurd. Natürlich muss ein privater Versorger mit der Stromerzeugung Geld verdienen! Warum sollte er sonst überhaupt noch Strom produzieren, wenn er ihn dann quasi verschenken musss?

    Man zwingt BMW doch auch nicht die Bevölkerung mit kostenlosen Autos zu versorgen.

  • "Wenn die Stromkonzerne die Versorgungssicherheit nicht mehr gewährleisten können oder wollen, dann verstaatlicht diese Unternehmen"

    Die Verstaatlichung löst das Problem der Versorgungssicherheit wie?

  • @kommi2001

    Das können Sie aber den Dschungel-Camp-Glotzern nicht einfach so vor den Kopf knallen. Das wollen die nicht hören. Merkel hat doch gesagt, dass immer die anderen Schuld sind. Und was Merkel sagt, stimmt immer. SO und jetzt wieder alle schön Erich Honecker...äh ich meinte Angela Merkel huldigen:
    "Angela Merkel sie lebe hoch! Die Abgaben auf den 5-Cent-pro-kWh-Stromgrundpreis sie leben hoch! Die 120%-Steuer auf den Kraftstoff-Grundpreis er lebe hoch!"

    Und nicht zu vergessen, die schlauen Vorkommentatoren. Sie leben auch hoch. Denn auf dieses naive Verteidigen, dieser Regierungsabzocke kann sich Merkel immer verlassen.

  • Man muss die Klagen schon ernst nehmen. M.E. sehr ernst. Wenn die Manager mit ihren Job nicht mehr klar kommen, dann wird wohl eine Verstaatlichung des Energiesektors unumgänglich sein.

    Man sollte sich zügig mit diesem Thema beschäftigen und bevor es Ernst wird zu potte kommen.

    Der Offenbarungseid liegt auf dem Tisch. Die Politiker sind für das Thema zuständig und damit verantwortlich.

    Also ran bevor die Burschen auch noch das restliche Geld weg gebracht haben!

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