Energieversorger
Bei EWE bricht der Gewinn ein

Der Oldenburger Energieversorger EWE hat 2008 einen Gewinneinbruch verbucht. Im laufenden Jahr soll es aber wieder aufwärts gehen. Und zwar weniger wegen des Geschäfts in Deutschland, sondern wegen der Expansion im Ausland.

HB OLDENBURG. Der Überschuss von EWE sank im Vergleich zum Vorjahr um fast 31 Prozent auf rund 207,5 Mio. Euro, sagte EWE-Chef Werner Brinker am Montag in Oldenburg. Hauptgründe seien höhere Zinsaufwendungen und der Wegfall eines einmaligen Steuereffekts gewesen, den es 2007 gegeben hatte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging um 4,5 Prozent auf 422,9 Mio. Euro zurück. EWE habe die gestiegenen Beschaffungskosten nicht vollständig durch die Anhebung der Energiepreise ausgleichen können. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro.

Im laufenden Jahr rechnet EWE mit einem Plus bei Umsatz und Ergebnis. Wegen der Konjunkturkrise sei zwar mit einem Rückgang bei den Umsatzmengen von Strom und Erdgas zu rechnen. Auf der anderen Seite aber wolle EWE das Auslandsgeschäft ausbauen und habe sich an einem weiteren Erdgasversorger in der Türkei beteiligt. Verstärkt werden soll auch das Engagement bei erneuerbaren Energien, vor allem bei Offshore-Windparks. Die Energiezukunft liege auf hoher See, hatte Brinker gesagt.

Die Energiepreise erwartet der EWE-Chef auf einem ähnlichen Niveau wie derzeit. Daraus resultierten Spielräume für eine weitere Senkung der Erdgaspreise im Sommer. Während im vergangenen Jahr der Erdgasabsatz um acht Prozent stieg, sank der Stromabsatz um sieben Prozent. Es mache sich ein verändertes Verbraucherverhalten bemerkbar, hieß es.

EWE hat nach Firmenangaben rund eine Million Stromkunden und rund 770 000 Erdgaskunden. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im vergangenen Jahr vor allem durch Zukäufe um 14 Prozent auf rund 5300.

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