Energieversorger
Eon Ruhrgas rechnet mit längerer Durststrecke

Deutschlands größte Gasgesellschaft, Eon Ruhrgas, stellt sich auf eine längere Durststrecke ein. „2011 und wohl auch 2012 werden zwei schwierige Jahre für Eon Ruhrgas“, sagte Vorstandschef Klaus Schäfer im Interview mit dem Handelsblatt.
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DüsseldorfEntscheidend sind die laufenden Verhandlungen mit den Produzenten, allen voran dem russischen Branchenriesen Gazprom, über niedrigere Preise. Wenn sich die Parteien gütlich einigen, könnte Eon Ruhrgas die Krise früher beenden, sagte Schäfer. „Aber wenn wir zum Schiedsgericht müssen, kann die Durststrecke bis 2013 dauern.“

Eon Ruhrgas macht dem Energieriesen Eon derzeit große Sorgen. Während es in Europa ein Überangebot an Gas gibt und die Preise niedrig sind, sitzt das Unternehmen auf zu teuren Verträgen mit den Produzenten. Eon verhandelt deshalb seit Oktober über flexiblere Verträge. In diesem Jahr rechnet Eon im Gashandel mit einem Einbruch des Ergebnisses um eine Milliarde Euro.

Schäfer betonte aber, dass die Situation sich auch schlagartig verbessern könnte: „Wenn wir uns einigen, gelten die besseren Konditionen aber auch rückwirkend zum 1. Oktober 2010.“ Er betonte jedoch, dass die Gespräche komplex seien. Es gehe hier um Preisniveau, Indexierung und Anpassungsgeschwindigkeit. „Das ist kein Kurzstreckenrennen, sondern ein Marathonlauf. Wir haben die ersten Etappen geschafft, im Ziel sind wir aber noch nicht.“ Eon Ruhrgas sei an einer „einvernehmlichen Lösung“ interessiert. Er stellte aber auch klar, dass sein Unternehmen bereit sei, dass Schiedsgericht anzurufen, falls es keine Einigung gebe.

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