Energieversorger RWE
Bei RWE sind alle ganz dicke Freunde

Viele Gerüchte hatte es über RWE-Chef Jürgen Großmann, seine Auszeit und ein mögliches Zerwürfnis mit Finanzvorstand Rolf Pohlig gegeben. Jetzt versucht der Energieversorger, die Lage zu beruhigen. Persönliche Probleme zwischen Großmann und seinem derzeitigen Stellvertreter soll es nicht geben. Und auch zum Gesundheitszustand des RWE-Chefs gibt es Neuigkeiten.
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HB ESSEN. RWE-Chef Jürgen Großmann (58) musste sich wegen Herzproblemen einem ärztlichen Eingriff unterziehen. Er sei wegen Herzkammerflimmerns behandelt worden und erhole sich jetzt im Ausland, bestätigte RWE-Finanzvorstand Rolf Pohlig in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen auf Nachfrage.

Die „Bild“-Zeitung hatte von dem Eingriff berichtet. Die Ärzte hätten Großmann drei Wochen Ruhe verordnet, heißt es in dem Bericht. „Ende November komme ich zurück und bin dann wieder mit Leib und Seele unterwegs für RWE“, zitiert die „Bild“ den RWE-Manager. Zuvor hatte es vom Unternehmen zurückgewiesene Medienspekulationen gegeben, Großmann sei amtsmüde. Der Vertrag des RWE-Chefs läuft bis zum Herbst 2012.

Pohlig hat außerdem Berichte über ein Zerwürfnis mit Konzernlenker Jürgen Großmann zurückgewiesen. Pohlig nutzte die Telefonkonferenz, um die Gemeinsamkeiten der beiden Manager hervorzuheben. „Wir kommen aus derselben Stadt. Wir haben dieselbe Schule besucht. Jürgens Klassenlehrer war mein Mathematiklehrer“, berichtete er. Beide seien in demselben Rotary-Club aufgenommen worden. Und schließlich hätten sie - allerdings im Abstand von 20 Jahren - im selben Stadtteil von Mülheim an der Ruhr gelebt. „Wir kennen dieselbe Stammkneipe.“

In Medienberichten hatte es mehrfach geheißen, dass Großmann Pohlig loswerden wolle. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ hatte in dieser Woche berichtet, der RWE-Chef wolle eine Vertragsverlängerung von Pohlig um zwei bis drei Jahre verhindern. Der Vertrag des 57-Jährigen, der 2007 vom Konkurrenten Eon kam, läuft Ende 2011 aus. Sollte er verlängert werden, bliebe Pohlig bei RWE länger an Bord als Großmann. Der 58-jährige Vorstandschef ist bis Ende September 2012 bestellt. Er hat erklärt, nur eine Amtszeit zur Verfügung zu stehen.

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