Energieversorger: RWE hat gute Chancen bei Übernahme von Essent

Energieversorger
RWE hat gute Chancen bei Übernahme von Essent

Der Energiekonzern RWE treibt seine Expansion in den Niederlanden voran. Das Unternehmen soll bevorzugter Bieter bei Essent, dem größten Energielieferanten des Landes sein. Allerdings könnte der Aufsichtsrat von Essent RWE einen Strich durch die Rechnung machen.
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HB DÜSSELDORF. Der Essener Energieversorger RWE ist einem Medienbericht zufolge bevorzugter Bieter bei der Übernahme des führenden niederländischen Energieversorgers Essent. Der Konzernvorstand von Essent werde dem Aufsichtsrat und den Anteilseignern Anfang kommender Woche exklusive Verhandlungen mit RWE als dem "seriösesten Kandidaten" vorschlagen, berichtet das "Financieele Dagblad". Angaben aus Branchenkreisen zufolge sind für die Übernahme von Essent bis zu zehn Milliarden Euro im Gespräch.

RWE habe bei Essent um Einsicht in die Geschäftsbücher gebeten, schreibt die Wirtschaftszeitung weiter. Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern wolle die Risiken einer Übernahme des niederländischen Unternehmens prüfen.

Ein Vertreter von Essent verwies jedoch darauf, dass der Konzern weiterhin "mit einer Anzahl von Parteien" im Gespräch sei. Interesse an Essent hatten auch der schwedische Konzern Vattenfall sowie Energieunternehmen in Italien und Dänemark signalisiert. Ende 2007 war eine geplante Fusion von Essent mit dem zweitgrößten niederländischen Energieversorger Nuon geplatzt. In den Niederlanden versorgt Essent rund 30 Prozent aller Haushalte mit Energie. Der wichtigste ausländische Markt des Konzerns ist seit 1999 Deutschland.

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