Energiewende
Rösler verlangt Kraftakt der Konzerne

Der Bundeswirtschaftsminister sieht große Aufgaben auf die Energiekonzerne zukommen. Vor ihnen liege eine große Kraftanstrengung.
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BerlinAngesichts des massiven Stellenabbaus bei E.on hat Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) auf die Wachstumschancen der Energiewende verwiesen: "Die Umsetzung des Energiepakets verlangt in den nächsten Jahren von uns allen große Kraftanstrengungen. Das gilt nicht nur für Industrie und Verbraucher, sondern vor allem natürlich auch für die Energiebranche selbst", sagte Rösler dem Handelsblatt (Freitagausgabe). Umgekehrt ergäben sich aber auch erhebliche Wachstumschancen für unsere Wirtschaft.

Konkret nannte Rösler den Ausbau der Stromnetze: "Ich denke da zum Beispiel an das Netzausbaubeschleunigungsgesetz für einen rascheren Ausbau der Stromnetze, damit der Strom aus Erneuerbaren Energien effizient abtransportiert werden kann", sagte Rösler.

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle kritisierte den geplanten Stellenabbau bei E.on: "Die Entlassung von bis zu 11.000 Mitarbeitern mit dem Atomausstieg zu begründen, halte ich für zu kurz gegriffen", sagte Brüderle dem Handelsblatt. Den Energieversorgern sei von Anfang an klar gewesen, dass es sich bei der Atomkraft um eine Brückentechnologie gehandelt habe. „Die Konzerne sollten sich jetzt der Zukunft zuwenden und die Energiewende mitgestalten", sagte Brüderle.

Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros

Kommentare zu " Energiewende: Rösler verlangt Kraftakt der Konzerne "

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  • Verlangen kann der viel. Leider wird sich jetzt die Politik noch einmal am eigenen Leib erläutern lassen müssen, dass wir in einer freien Marktwirtschaft leben.
    Und da wird halt das gemacht, was wirtschaftlich ist und nicht den träumerischen Wunschvorstellungen unserer Politiker hinterhergelaufen.
    Ich freue mich schon drauf.

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