Energiewende
Tennet steckt in finanziellen Nöten

Die Energiewende setzt den Netzbetreiber finanziell unter Druck. Grund dafür sind Schwierigkeiten, Offshore-Windparks an das Stromnetz anzuschließen. Jetzt verweigert die Netzagentur Tennet auch noch ein EU-Zertifikat.
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DüsseldorfDer Stromnetzbetreiber Tennet hat Schwierigkeiten, die finanziellen Lasten durch die Energiewende zu stemmen. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, äußerte sich gestern besorgt über die Finanzkraft der Gesellschaft: „Diese hat nicht die erforderlichen Nachweise über die notwendigen finanziellen Mittel zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Netzbetriebs- und -ausbaupflichten erbracht.“

Die Behörde verweigerte dem Unternehmen, das neben Amprion, 50 Hertz und Transnet BW für das deutsche Höchstspannungsnetz zuständig ist, gestern eine Zertifizierung, die es laut EU-Richtlinien benötigt. Mit der Zertifizierung wird bestätigt, dass die Netzbetreiber von Energiekonzernen unabhängig sind. Dafür müssen diese unter anderem nachweisen, dass sie technisch, personell und wirtschaftlich in der Lage sind, ihr Netz allein zu betreiben.

Eigentlich wurde nicht mit größeren Problemen gerechnet. Wie das Handelsblatt aus Kreisen der Behörde erfuhr, musste sie aber auf die jüngsten Veröffentlichungen über Tennet reagieren.

Das Unternehmen, das das Netz im Nordwesten betreibt, ist stark vom rasanten Aufbau der Offshore-Windparks betroffen. In einem Brandbrief an die Bundesregierung hatte Tennet selbst vor Schwierigkeiten beim Anschluss der Windparks an das Stromnetz gewarnt. Tennet beklagt dabei unklare Rahmenbedingungen, die die Finanzierung erschweren.

Tennet wertete die Entscheidung der Netzagentur als Bestätigung für diese Forderung. Das Unternehmen betonte aber, dass es nur Offshore Probleme gebe. Investitionen an Land und die Instandhaltung des bestehenden Netzes seien nicht betroffen.

Wie die Behörde mitteilte, hat Tennet weiter die Chance, die „nötige finanzielle Leistungsfähigkeit“ nachzuweisen und die Zertifizierung doch noch zu erhalten.

Kommentare zu " Energiewende: Tennet steckt in finanziellen Nöten"

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  • Sauber wäre es die Kosten des Netzanschlusses der Meereswindmühlen seperat auszuweisen und den Kunden zu berechnen.

    Vandale

    PS: Allein die Kosten der Anbindung der Windmühlen auf See sind höher als die Gesamtkosten von Strom aus Braunkohle, oder umweltfreundlichen Kernkraftwerken.

    PSPS: Wenn man die Situation mit ökoreligiöser Brille betrachtet wäre es innerhalb dieser religiösen Betrachtung sinnvoller und preiswerter auf die Meereswindmühlen zu verzichten und anstelle dessen Landwindmühlen in Schwachwindgebieten Süddeutschlands zu errichten.

    Vandale

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