Energiewende
Vodafone will im Strommarkt mitspielen

Im Zentrum steht die Stromdatenübertragung: Nach der Deutschen Telekom will auch der britische Mobilfunkanbieter Vodafone im Energiegeschäft einsteigen. Mit der angekündigten Energiewende flammen Wachstumshoffnungen auf.
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DüsseldorfDie Telekommunikationskonzerne entdecken den Energiemarkt. Nach der Deutschen Telekom will nun auch Konkurrent Vodafone an der Energiewende verdienen. Vodafone bietet künftig bundesweit Unternehmen und Stadtwerken den gemeinsamen Aufbau sogenannter virtueller Kraftwerke an, mit denen die Betriebe ihre Energiekosten senken und die Stadtwerke Angebot und Nachfrage an Strom besser koordinieren können.

Unter virtuellen Kraftwerken versteht man den Zusammenschluss vieler kleiner, dezentraler Anlagen zur Stromerzeugung. Dabei handelt es sich beispielsweise um Solardächer oder Mini-Blockheizkraftwerke, wie sie in vielen Betrieben stehen. Letztere produzieren neben Wärme auch Strom.

Dieser Verbund an Energiequellen erreicht dann die Leistung eines Großkraftwerks. Doch damit nicht genug: Vodafone bietet Firmen an, den Stromverbrauch der industriellen Abnehmer, also beispielsweise energieintensiver Maschinen oder Anlagen, zu messen - und an eine Schaltzentrale zu übermitteln. Die herkömmlichen Versorger können so die Produktion in ihren eigenen Kraftwerken effizienter steuern und dabei auch den Strom einplanen, den die Firmen mit Heizkraftwerken oder Solaranlagen produzieren.

Der Bedarf an einer intelligenten Netzsteuerung steigt mit der Energiewende. Strom wird immer häufiger mit Wind- und Solaranlagen erzeugt, deren Ertrag wetterabhängig ist. Gleichzeitig stehen die Anlagen zunehmend bei Privathaushalten und Firmen. Je mehr Informationen die Stadtwerke über Verbrauch und Produktion bekommen, um so einfacher wird es für sie, das Stromnetz stabil zu halten.

Der Düsseldorfer Mobilfunkkonzern Vodafone folgt dem Konkurrenten Deutsche Telekom, der ein ähnliches Modell im April angekündigt hat. Die Telekom bietet Energieversorgern den Aufbau und Betrieb kompletter Netze von kleinen, dezentralen Blockheizkraftwerken an, die in Privathaushalten und Firmen installiert werden sollen, um so ein virtuelles Kraftwerk aufzubauen. Das Unternehmen kooperiert dabei mit einem Hersteller von Mini-Blockheizkraftwerken.

Vodafone will dem Konkurrenten das Geschäft nicht überlassen: "Wir gehen jetzt in erste Gespräche mit Stadtwerken und Unternehmen", sagte der für die Geschäftskunden zuständige Vodafone-Manager Jan Geldmacher dem Handelsblatt. Derzeit würden Mitarbeiter für die Energieberatung ausgebildet.

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Lukratives Geschäftsmodell erhofft

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  • Zum Vergleich YelloStrom heute:

    3,41 Euro Grundgebühr
    22,82 Cent/kWh
    2 Cent/kWh Rabatt im 1.Jahr
    1 Cent/kWh Rabatt Nachts mit intelligentem Zähler

    Das sind Wucherpreise im Vergleich! Ein wirklich billiger Anbieter muss her, der einfach eine Kilowattstunde billiger liefert, und zwar ohne Wenn und Aber.

  • Sucht man derzeit nach billigen Stromanbietern, gibt es nur sehr wenig Auswahlmöglichkeit. Die Allermeisten Anbieter sind fast genauso teuer wie die örtlichen Stadtwerke. Welche die signifikant billiger sind, bieten das nur einmalig als "Treueprämie" wenn man länger als 1 Jahr nicht wechselt. Sogar mit jährlichen Vorauszahlungen lässt sich nur sehr wenig Ersparnis rausholen.

    Was wir bräuchten wäre ein Anbieter wie YelloStrom im Jahr 1999: Die hatten den Tarif "19/19", mit 19 Mark Grundgebühr und 19 Pfennig/kWh, also 9,7 Cent/kWh. DAS nenne ich preiswerten Strom!

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