Engelhard-Übernahme
BASF legt noch einen Dollar drauf

Der Chemieriese BASF greift im Übernahmepoker um den US-Katalysatorenhersteller Engelhard tiefer in die Tasche. Der Ludwigshafener Konzern erhöhte seine Offerte bereits zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit – und signalisierte, dass seine Geduld erschöpft ist.

HB FRANKFURT. „Um es unmissverständlich zu sagen: Dies ist unser endgültiges Angebot. Unter keinen Umständen werden wir unser Angebot nochmals erhöhen“, erklärte BASF-Chef Jürgen Hambrecht am Montag. BASF bietet den Engelhard-Aktionären nun 39 statt 38 Dollar je Aktie. Damit hat die Offerte nun ein Volumen von 5,1 Mrd. Dollar. Die Ludwigshafener hatten ihr Angebot erst vor kurzem um einen Dollar je Engelhard-Aktie aufgestockt.

Zudem erneuerte der Konzern sein Ultimatum. Falls die Engelhard-Aktionäre am 2. Juni auf der Hauptversammlung die BASF-Kandidaten für den Aufsichtsrat nicht wählten, werde BASF die Übernahme aufgeben und sich anderen Projekten widmen. Auf der Hauptversammlung von Engelhard sollen die Aktionäre fünf von BASF vorgeschlagene Kandidaten in ihren Aufsichtsrat wählen. Auf diesem Weg will BASF seinen Übernahmeplan in dem Kontrollgremium durchsetzen. Käme BASF mit seiner Offerte zum Zuge, wäre es die größte Übernahme in der Firmengeschichte.

Engelhard will den Übernahmevorstoß von BASF mit Hilfe eines milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms und der Aufstockung des Aufsichtsrats auf neun von sechs Mitglieder abwehren. Für 1,17 Mrd. Dollar will Engelhard 26 Mill. eigene Aktien zum Preis von 45 Dollar je Aktie zurückkaufen. Dies sind rund 20 Prozent der im Umlauf befindlichen Anteilsscheine und ausübbaren Optionen. Damit bietet Engelhard den eigenen Aktionären immer noch weit mehr als BASF und mehr als den Kurs der eigenen Aktie, der zuletzt bei 38,46 Dollar lag.

BASF habe zahlreiche Gespräche mit Engelhard-Aktionären geführt, die über eine Anteilsmehrheit verfügten, teilte der Chemieriese mit. Der Konzern wolle mit der Aufstockung eine weitere Verlängerung der Frist vermeiden. Diese läuft nun am Pfingstmontag (5,. Juni) um 24 Uhr New Yorker Zeit aus - sieben Stunden später als bisher geplant.

Bislang ist BASF mit seinem Vorstoß bei den Engelhard-Aktionären nicht weit vorangekommen. Bis vergangenen Freitag wurden dem Konzern nur 601 708 Engelhard-Aktien zum Kauf angeboten. Das sind weniger als ein Prozent der ausstehenden Aktien der US-Gesellschaft.

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