Entflechtung bringt Halbjahresverlust
Agfa verkauft Fotosparte an eigene Manager

Das belgische Fototechnikunternehmen Agfa Gevaert hat am Donnerstag den Verkauf seiner Fotofilmsparte angekündigt. Durch die Entflechtung sei das Halbjahresergebnis ins Minus gedrückt und ein Verlust von 235 Millionen Euro verursacht worden, teilte das Unternehmen weiter mit.

HB MORTSEL. Der Kaufpreis betrage 175,5 Millionen Euro. Die neuen Eigentümer übernehmen den Angaben zufolge weltweit knapp 2 900 Mitarbeiter. Die Mehrzahl der betroffenen Mitarbeiter ist in Deutschland tätig.

Die Transaktion soll zum 1. November 2004 abgeschlossen werden. Agfa werde einen Lizenzvertrag abschließen, der den Investoren erlaube, die Marke Agfa für Filmprodukte für einen unbegrenzten Zeitraum zu nutzen. Der Konzern konzentriere sich auf die Sparten grafische Systeme für die Druckindustrie und Medizintechnik, auf denen sich eine rasche Umstellung auf die Digitaltechnik vollziehe.

Die Fotosparte ist der Ursprung von Agfa. In den vergangenen Jahren war bereits mehrfach der Verkauf des Fotogeschäfts im Gespräch.

Durch die Entflechtung sei das Halbjahresergebnis ins Minus gedrückt und ein Verlust von 235 Mill. Euro verursacht worden, teilte das Unternehmen weiter mit. Ohne den Verkauf hätte der Konzern ein Plus von 56 Mill. Euro erzielt, was immer noch unter den Erwartungen der Analysten von 60,4 Mill. Euro lag.

Die Umsätze des Unternehmens fielen gegenüber der Vorjahresperiode um 11,8 Prozent auf 1,874 Mrd. Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten Umsätze von 1,893 Mrd. Euro erwartet.

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