Entschädigung für Apartheid
De Beers beteiligt schwarze Investoren

Der weltgrößte Diamantenkonzern De Beers hat 26 Prozent seiner südafrikanischen Gesellschaft an schwarze Investoren verkauft. Damit erfüllt De Beers die südafrikanischen Gesetze zur Beteiligung von Schwarzen an Bergbau-Unternehmen.

KAPSTADT. Die schwarzen Investoren zahlen nach Angaben von De Beers 3,8 Mrd. Rand (480 Mill. Euro) für den Anteil.

Südafrika hat im vergangenen Jahr ein Gesetz verabschiedet, das Bergbaugesellschaften zwingt, mindestens 26 Prozent ihrer Vermögenswerte bis 2014 an schwarze Investoren zu verkaufen. Gesellschaften, die sich nicht daran halten, verlieren ihre Lizenz. Nach Botswana und Russland ist Südafrika der drittgrößte Produzent von Diamanten.

„Mit dieser Transaktion würdigen wir die Menschen, auf deren Schultern das Unternehmen aufgebaut wurde“, sagte am Dienstag De-Beers-Chef Jonathan Oppenheimer in einem Interview mit Bloomberg News. Die Beteiligung von Schwarzen an Unternehmen soll das Unrecht aus der Apartheid-Zeit ausgleichen und die schwarzen Bürger für Jahrhunderte weißer Herrschaft am Kap entschädigen. „Das ist für De Beers in Südafrika politisch sehr günstig“, sagte Jamie Strauss, Analyst für Bergbauwerte beim Broker Hargreave Hale.

Die schwarze Investorengruppe firmiert unter der Bezeichnung „Ponahalo“, was in der südafrikanischen Sprache Sotho „Entstehung“ bedeutet. Ponahalo gehört zu 50 Prozent Mitarbeitern von De Beers. Außerdem sind verschiedene Stiftungen für Frauen und Behinderte an der Gruppe beteiligt. Finanziert wird die Transaktion unmittelbar von Ponahalo sowie durch Kredite.

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