Entscheidung am Donnerstag
GM will offenbar bis zu 7000 Opel-Stellen streichen

Voraussichtlich am Donnerstag wir der US-Autohersteller General Motors (GM) einen Sanierungsplan für das verlustreiche Europageschäft vorlegen. Darin wird auch über die Zukunft des Rüsselsheimer Werkes entschieden.

HB FRANKFURT. General Motors will einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge bei seiner deutschen Tochter Opel 6000 bis 7000 der rund 32 000 Arbeitsplätze streichen. Bei der Sanierung des verlustreichen Europageschäfts von GM werde Opel vermutlich die Hauptlast tragen, berichtete das Blatt (Dienstagausgabe). Für das gesamte Europageschäft seien als neue Zielgröße 50 000 Stellen vorgesehen. Derzeit beschäftige GM Europe 62 000 Mitarbeiter.

Neben den Sanierungsplänen der Muttergesellschaft stehen der Opel- Belegschaft auch interne Kostensparprogramme ins Haus. Die IG Metall verhandelt seit Monaten mit dem Opel-Konzern in den Werken in Bochum, Kaiserslautern und Rüsselsheim über einen Kostensenkungsplan.

Die IG-Metall mahnte zur Ruhe vor der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der GM-Tochter Opel am Freitag. „Wir rechnen damit, dass GM, wenn der Konzern seine Quartalszahlen am Donnerstag veröffentlicht, auch das Sanierungsprogramm in Europa bekannt macht“, verlautete am Montag aus Unternehmenskreisen. Dabei werde es voraussichtlich um die grobe Richtung gehen. „Einzelheiten - herunter gebrochen auf die Werke - werden aber sicherlich erst intern mit dem Betriebsrat und dem Opel-Aufsichtsrat erläutert werden“, hieß es weiter. GM Europe hatte vergangene Woche mitgeteilt, es wolle seinen Sanierungsplan bis Ende November vorstellen.

„Diese ständigen Hiobsbotschaften, die über Kosteneinsparungen und Stellenabbau in Europa gestreut werden, beschädigen die Marke und verunsichern die Arbeitnehmer, sagte Hartwig Oertel, Sprecher des IG-Metallbezirks Frankfurt. Es sei offensichtlich das Ziel des GM-Management, über lancierte Meldungen die Belegschaft derart zu verunsichern, damit sie zu weit reichenden Zugeständnissen bereit sei. Das sei nicht förderlich für die Aufsichtsratssitzung, bei der in Ruhe verhandelt werden müsse.

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