Entscheidung Ende November
Neue Ideen für den A350

Bis Ende November wird noch Rätselraten darüber herrschen, wie der A350 weiterentwickelt werden soll. Dann wird Airbus seine Pläne verkünden. Extrabreit soll er sein, das ist schon klar. Nun machen weitere Details die Runde, wie der Langstreckenjet, den Airbus als Konkurrenz zum Dreamliner ins Rennen schickt, genau aussehen wird.

HB HAMBURG. Der Flugzeugbauer Airbus wird den Langstreckenflieger A350 nach einem Zeitungsbericht erneut aufwendig umplanen. Das Flugzeug soll anders als bislang vorgesehen einen Rumpf aus Kohlefasern erhalten, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Aussagen des Airbus-Verkaufschefs John Leahy. Der Werkstoff biete zahlreiche Vorteile: Er ist leichter und fester als Metall; einzelne Komponenten sind leichter austauschbar.

Die „Financial Times“ hatte kürzlich unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, dass Airbus gut 50 Prozent anstatt 30 Prozent der Arbeiten für den A350 auslagern will. Damit sollen die auf neun bis zehn Milliarden Euro geschätzten Entwicklungskosten um bis zu 2,7 Mrd. zu drücken. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehe dabei vor allem der Flugzeugrumpf, hieß es. Hier könnte rund die Hälfte der Entwicklungsarbeit statt wie bisher nur 30 Prozent ausgelagert werden. Insgesamt macht dieser Teil des Flugzeugs etwa 60 Prozent der Entwicklungskosten aus.

Airbus und sein Mutterkonzern EADS hat vor wenigen Tagen die Entscheidung über eine neue Version des Modells A350 XWB bis Ende November angekündigt. Mit dem mittelgroßen und für Langstrecken gedachten A350 will Airbus das erfolgreiche neue 787-Modell des US-Konkurrenten Boeing kontern. Doch die erste Version floppte bei den Kunden. Airbus überarbeitet deswegen jetzt das Modell.

Den Konzern belasten die Lieferschwierigkeiten beim A380, weswegen er im dritten Quartal rote Zahlen schrieb. Derzeit arbeitet Airbus an der Umsetzung des Sparprogramms Power 8. „Wir werden den A350 nicht ohne Power 8 starten, denn wir können kein Programm beginnen, wenn wir nicht sicher sind, wettbewerbsfähig zu sein“, sagte Airbus-Chef Louis Gallois diese Woche in Toulouse. Das Sanierungsprogramm Power 8 umfasst unter anderem eine Senkung der Kosten und Entwicklungszeiten. Mit Beginn des A350-Programms sieht es auch eine Reform der industriellen Organisation und Aufgabenverteilung auf die Werke vor.

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