Entscheidung soll im März fallen: Sandoz denkt über Umzug nach München nach

Entscheidung soll im März fallen
Sandoz denkt über Umzug nach München nach

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis denkt nach dem Kauf des deutschen Generika-Herstellers Hexal über eine Verlegung des Firmensitzes seiner Generika-Tochter Sandoz nach Deutschland nach. Als Standort für die zukünftige Sandoz-Zentrale sei unter anderem München im Gespräch, erklärte ein Novartis-Sprecher am Mittwoch.

HB ZÜRICH. Sandoz erwäge, von Wien nach Deutschland umzuziehen, auch wenn es noch andere Optionen gebe, sagte ein Novartis-Sprecher am Mittwoch. „Wir schauen uns verschiedene Optionen an für die Firmenzentrale, und da wir eine Akquisition in Deutschland getätigt haben, ist dies eine der Erwägungen“, erläuterte er. Unter Berufung auf Novartis-Finanzchef Raymund Breu hatte die schweizerische Wochenzeitung „Finanz und Wirtschaft“ berichtet, neben Wien stünden auch München und Basel zur Diskussion.

Novartis hatte am Montag die Übernahme der in Holzkirchen bei München ansässigen Hexal angekündigt. Mit der Übernahme von Hexal und der ebenfalls mehrheitlich den Zwillingsbrüdern Strüngmann gehörenden Eon Labs steigt Novartis zum weltweiten Branchenprimus im Geschäft mit Nachahmer-Medikamenten auf. Die deutsche Sandoz-Zentrale ist in Ismaning in Norden von München.

Die „Financial Times Deutschland“ hatte unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise berichtet, über den möglichen Umzug nach München gebe es schon Gespräche mit der bayerischen Landesregierung über Steuererleichterungen oder Subventionen. In drei bis vier Wochen könne eine Entscheidung über den künftigen Sitz der Sandoz-Zentrale fallen. München habe zwar die besten Aussichten, doch sei auch New York im Gespräch. Nach den USA ist Deutschland der zweitgrößte Markt für Nachahmermedikamente. Das Wirtschaftsministerium in München kommentierte den Bericht zunächst nicht.

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