Entscheidung über Aufstockung des Hyundai-Anteils noch offen
Daimler-Chrysler sieht steigende Zahl an Autoverkäufen

Laut Daimler-Chrysler-Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert gibt es ein weltweite Belebung der Automobilmärkte.

HB TOKIO. Zeichen einer Verbesserung zeigten sich vor allem in den USA und auf einigen anderen Märkten, sagte Daimler-Chrysler- Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert am Mittwoch auf der Tokio Motorshow. „Die offene Frage ist weiterhin der deutsche Markt.“ In Deutschland hänge viel von den Reformdiskussionen in den nächsten Wochen ab. Es könne sein, dass der Absatz in Deutschland im Gesamtjahr leicht unter den Vorjahreszahlen liege, er bleibe aber bei der Aussage, dass sich Umsatz und operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau bewegen werde.

Zufrieden ist man bei der Mercedes-Gruppe mit der Entwicklung in Japan. Man habe in diesem Jahr bereits über 30 000 Autos verkauft und rechne mit einem Absatz von 40 000 Fahrzeugen. Dies sei leicht mehr als im Vorjahr. Mercedes-Benz ist hinter Volkswagen der zweitgrößte ausländische Autoanbieter in Japan. Sehr zufrieden sei man mit dem Verkauf der Luxuslimousine Maybach in dem Markt.

Die Langversion Maybach 62 wird auf der Tokio Motorshow erstmals gezeigt. Asien-Premiere hat auch der Sportwagen SLR McLaren. Als Weltpremiere soll das Forschungsfahrzeug F 500 Mind einen Ausblick auf Autotechnologien der Zukunft geben. Diese reichen vom Nachtsichtsystem mit Infrarot-Laser-Scheinwerfern über variable Türöffnungskonzepte bis hin zu elektronischen Pedalen für Gas und Bremse.

Bei Daimler-Chrysler gibt es noch keine Entscheidung, den Anteil am koreanischen Autobauer Hyundai aufzustocken. „Wir müssen das diskutieren, das kann in den nächsten Wochen passieren, bislang gibt es keine Entscheidung“, sagte Hubbert. Der Stuttgarter Autokonzern ist bislang mit zehn Prozent am koreanischen Marktführer beteiligt und hat die Option, auf 15 Prozent aufzustocken. Hubbert sagte, Daimler-Chrysler strebe bei Hyundai nicht an, Mehrheitsaktionär zu werden. Dies sei nicht nötig und nicht geplant.

Zu den Auseinandersetzungen mit Hyundai über die Vereinbarung von Daimler-Chrysler mit dem chinesischen Autobauer Bejing Jeep sagte Hubbert: „Ich bin da ganz entspannt, wir haben mit allen Seiten Diskussionen geführt. Das ist etwas, was unsere Aktivitäten nicht stört.“ Hyundai hatte vor wenigen Tagen die Pläne von Mercedes-Benz zum Aufbau einer Produktion in China mit dem Hinweis kritisiert, man habe mit Bejing Jeep eine Exklusivvereinbarung. Man werde darüber noch weitere Diskussionen führen, sagte Hubbert.

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