Enttäuschung: BASF kommt bei Pronova-Übernahme kaum voran

Enttäuschung
BASF kommt bei Pronova-Übernahme kaum voran

Die Übernahme des norwegischen Unternehmens Pronova läuft aus Sicht von BASF sehr schleppend. Gerade einmal 67,2 Prozent konnte sich der Konzern bisher sichern – angestrebt sind 90 Prozent.
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DüsseldorfFür den Chemieriesen BASF wird die geplante Übernahme des norwegischen Herstellers von Nahrungsergänzungsmitteln Pronova zur Zitterpartie. Von den angestrebten 90 Prozent ist der Konzern nach Ablauf der ersten Angebotsfrist mit 67,2 Prozent noch weit entfernt.

BASF geht mit seiner Offerte daher bis zum 18. Januar in die Verlängerung, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Der Vorstand machte den Pronova-Aktionären aber trotz ihrer zögerlichen Haltung keine Hoffnung auf eine Erhöhung der Offerte.

„Nach Abwägung des zukünftigen Geschäftspotenzials von Pronova, aber auch der Risiken, sind wir fest davon überzeugt, dass der Angebotspreis dem fairen und angemessenen Wert des Unternehmens entspricht“, betonte Vorstandsmitglied Michael Heinz. „Wir werden unsere disziplinierte finanzielle Vorgehensweise bei Akquisitionen beibehalten.“

An der Börse herrscht kaum Hoffnung auf ein höheres Angebot: Die Pronova-Aktie notierte mit 12,40 Norwegischen Kronen unter der Offerte. Das Angebot von 12,50 Kronen (1,70 Euro) je Aktie entspricht einem Aufschlag von 24 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen sechs Monate. Einschließlich Schulden ist Pronova BASF rund 664 Millionen Euro wert.

Bis zum Ablauf der ersten Angebotsfrist wurden dem Konzern kaum mehr Anteile angedient als ihm ohnehin schon sicher waren. Bislang hat BASF Zugriff auf lediglich 67,2 Prozent der Aktien gesichert. Erklärtes Ziel des BASF-Managements und Voraussetzung für die Übernahme sind allerdings 90 Prozent.

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