Entwicklung der Baupreise
Bauindustrie wehrt sich gegen Vorwurf der Preistreiberei

Die Bauindustrie weist den vom Bundesbauministerium erhobenen Vorwurf der Preistreiberei zurück. Verbandspräsident Keitel nennt die Kritik des Ministeriums "völlig nebulös und nicht belegbar". Keitel spielt den Ball zurück und übt heftige Kritik an unzulänglichen Ausschreibungen.

BERLIN. Die Baupreise hätten sich in den vergangenen Jahren moderat entwickelt, sagte der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Hans-Peter Keitel, dem Handelsblatt. "Wir liegen derzeit nur gut vier Prozentpunkte über dem Niveau von 1995. Das ist nun wahrlich eine überschaubare Steigerung", sagte der designierte Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

Keitel reagiert damit auf die Kritik des Bauministeriums. In einem "Bericht zur Preisentwicklung bei Großbauprojekten des Bundes" moniert das Ressort überproportionale Preissteigerungen. Besonders anfällig für Preissteigerungen seien sehr komplexe Bauvorhaben mit Gesamtkosten jenseits von 100 Mill. Euro, heißt es in dem Bericht. Keitel nennt den Vorwurf "völlig nebulös und nicht belegbar".

Die Kritik des Ministeriums, die Branche stelle überzogene Renditeansprüche, geht aus Sicht Keitels an der Sache vorbei. Jedes Unternehmen müsse bestrebt sein, eine auskömmliche Rendite zu erwirtschaften. "Wir bewegen uns im Moment im Bereich der betriebswirtschaftlichen Vernunft - mehr nicht. Von Übermut kann nicht die Rede sein", sagte Keitel.

Der Bericht des Bauministeriums hatte in den vergangenen Tagen für Wirbel gesorgt. Das sechsseitige Papier war an die Mitglieder des Haushaltsausschusses des Bundestags versandt worden. Die Branche fühlt sich dadurch an den Pranger gestellt. Branchenvertreter kritisieren, dass Papier sei breit gestreut worden, ohne die darin erhobenen Vorwürfe im Vorfeld mit der Branche zu besprechen.

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