Entwicklung
Pharmaindustrie gibt erstmals weniger für Forschung aus

68 Milliarden Dollar gaben die Pharmariesen 2010 für Forschung aus. 2009 waren es noch 70 Milliarden. Die Arzneihersteller treten auf die Bremse, weil ihre Anstrengungen weniger Rendite abwerfen als früher.
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LondonRotstift-Premiere in der Pharmaindustrie: Nach Jahrzehnten deutlicher Steigerungen sind in der Branche die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erstmals zurückgegangen. Im vergangenen Jahr ließen sich die Unternehmen die Entdeckung neuer Medikamente insgesamt nur noch schätzungsweise 68 Milliarden Dollar kosten, wie aus am Montag veröffentlichten Erhebungen des Nachrichten- und Datenanbieters Thomson Reuters hervorgeht. In den Jahren 2009 und 2008 waren es jeweils noch 70 Milliarden Dollar gewesen.

Die Arzneihersteller treten auf die Bremse, weil ihre Anstrengungen weniger Rendite abwerfen als früher. Besonders radikal geht Weltmarktführer Pfizer vor, der für die kommenden zwei Jahre eine Reduzierung seines Forschungs- und Entwicklungsbudgets um ein Viertel angekündigt hat. Viele Pharmakonzerne gehen verstärkt dazu über, vielversprechende Medikamentenkandidaten von kleinen Biotechnologie-Firmen aufzukaufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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