Entwicklung von organischen Leuchtdioden: Merck kauft Avecia-Geschäftsbereiche

Entwicklung von organischen Leuchtdioden
Merck kauft Avecia-Geschäftsbereiche

Das Darmstädter Pharma- und Spezialchemieunternehmen Merck übernimmt zwei Geschäftsbereiche der britischen Spezialchemiefirma Avecia.

HB FRANKFURT. Merck werde das Geschäft mit organischen lichtemittierenden Materialien (OLED) sowie Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Polymerelektronik für insgesamt rund 50 Millionen Euro erwerben, teilte die im Nebenwerteindex MDax gelistet Merck am Dienstag mit. Mit der Übernahme sichere sich Merck Zugang zu Technologien, die künftig Alternativen zu Flüssigkristallen sein könnten.

Die Transaktion stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden und solle noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden. Nach dem Abschluss sollen die rund 100 Mitarbeiter der Avecia-Sparten zu Merck wechseln und dort im Geschäftsbereich Flüssigkristalle tätig sein. Kern der Übernahme sei der Kauf der deutschen Avecia-Tochter Covion Organic Semiconductors, teilte Merck weiter mit. Covion konzentriere sich auf die Forschung und Entwicklung künftiger Anwendungen von OLEDs. Das seien organische Leuchtdioden, mit denen große Flächen beleuchtet werden könnten, erläuterte ein Merck-Sprecher. „Später können sie vielleicht bei Computerdisplays eingesetzt werden.“

Merck ist nach eigenen Angaben der führende Hersteller von Flüssigkristallen, die in Flachbildschirmen oder Mobiltelefonen eingesetzt werden. Im dritten Quartal 2004 hatte Merck im Flüssigkristallgeschäft einen Umsatz von 142 Millionen Euro erwirtschaftet, ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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