Entwicklungsstopp
Astra-Zeneca gibt Arthritis-Medikament auf

Enttäuschende Resultate in Studien haben den Arzneimittelhersteller dazu veranlasst, die Entwicklung des Medikaments abzubrechen. Dabei ist das Repertoire an neuen Präparaten ohnehin schon unterbesetzt.
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LondonDer britische Arzneimittelhersteller Astra-Zeneca hat die Entwicklung eines lange als Hoffnungsträger gehandelten Arthritis-Medikaments gestoppt. Die Entscheidung ist ein Dämpfer für die Medikamentenentwicklung des Konzerns, dessen Nachschub an neuen Präparaten gegenwärtig dünn bestückt ist. Die Tablette Fostamatinib war eines der wenigen weit fortgeschrittenen Projekte.

"Die Resultate der klinischen Studien in der späten Phase haben die vielversprechenden Ergebnisse, die wir in der frühen Entwicklung sahen, nicht bestätigt", begründete Medizin-Chef Briggs Morrison am Montag die Entscheidung. Ganz überraschend kommt der Schritt nicht. In den vergangenen sechs Monaten waren Studienresultate mit der Tablette enttäuschend ausgefallen.

Der zweitgrößte britische Pharmakonzern kündigte für das zweite Quartal nun Abschreibungen in Höhe von 140 Millionen Dollar an. Auf die Ergebnisziele 2013 habe dies aber keinen Einfluss, erklärte Astra-Zeneca. Der Arzneimittelhersteller hatte die Substanz 2010 von der kalifornischen Biotechfirma Rigel Pharmaceuticals erworben. Astra-Zeneca will die Rechte jetzt an das Unternehmen aus San Francisco zurückgeben. Für Rigel ist das ein schwerer Schlag: Die Firma hat noch kein Medikament auf den Markt gebracht. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an Fostamatinib.

Die Arthritis-Tablette galt als möglicher Konkurrent für zu spritzende Arzneien wie das Präparat Humira des US-Konzerns AbbVie. Als möglicher Konkurrent galt auch die neue Tablette Xeljanz des US-Rivalen Pfizer. Der Markt für Arthritis-Medikamente wird aktuell auf mehr als 20 Milliarden Dollar im Jahr eingeschätzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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