Der Energiekonzern Eon
hat der russischen Gazprom
für die angestrebte Beteiligung am sibirischen Gasfeld Juschno Russkoje einen Teil seiner Gazprom
-Aktien angeboten. Es ist ein Milliardendeal, über den die Unternehmen derzeit nach Handelsblatt-Informationen verhandeln.
Arbeiter in einem Gasfeld. Der Energiekonzern Eon ist sehr interessiert an einer Beteiligung am sibirischen Gasfeld Juschno Russkoje. Foto: Reuters
HB DÜSSELDORF/MOSKAU. Eon
sei bereit, für einen Anteil von 25 Prozent minus einer Aktie an der Betreibergesellschaft des Gasfelds Juschno Russkoje Gazprom
-Aktien im Wert von sieben Mrd. Dollar (rund 4,5 Mrd. Euro) abzugeben, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Offenbar liegt Gazprom
die Offerte schriftlich vor.
Eon
bemüht sich seit Jahren um einen Einstieg bei Juschno Russkoje, an dem auch der Chemiekonzern BASF
beteiligt ist. Die Düsseldorfer hatten sich aber bislang nicht mit Gazprom
auf die Modalitäten einigen können - auch weil die Russen wegen des stark gestiegenen Gaspreises Nachbesserungen forderten.
Der größte deutsche Energiekonzern hält über seine Tochter Ruhrgas 6,4 Prozent an Gazprom
. Aktien im Wert von sieben Mrd. Euro entsprechen etwa einem Anteil von gut zwei Prozent an dem russischen Gasmonopolisten.

