EQT holt sich die US-Investmentbank als Berater
Goldman greift in Kampf um MTU ein

In den milliardenschweren Übernahmekampf um die Daimler-Tochter MTU Friedrichshafen kommt Bewegung. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen hat sich der schwedische Finanzinvestor EQT in der vergangenen Woche Goldman Sachs als Berater ins Boot geholt.

FRANKFURT/M. Damit seien die Chancen für den Investor EQT, hinter dem die Industriellenfamilie Wallenberg steht, deutlich gestiegen, hieß es im Kreis der Beteiligten. Goldman habe zuvor den MAN-Konzern beraten, der jedoch aus dem Rennen um MTU ausgestiegen ist und das Mandat freigab. Die US-Investmentbanker seien deshalb mit allen Detailinformationen versorgt. Wichtigster Konkurrent von EQT im Bieterkampf ist der Finanzinvestor KKR.

MTU-Friedrichshafen stellt Dieselmotoren, Gelenkwellen und Einspritzsysteme her. Der Umsatz beläuft sich auf rund 1,35 Mrd. Euro, die US-Tochter Detroit Diesel steuert etwa 400 Mill. Euro bei. Der zuletzt genannte Kaufpreis von 1,7 Mrd. Euro gilt nach Angaben aus Finanzkreisen aber als relativ hoch. Weil die ein Jahr alte Finanzplanung erst in dieser Woche aktualisiert werde, könne es noch Korrekturen nach unten geben.

Bei EQT gilt das Rennen um die Daimler-Tochter als erste Bewährungsprobe für Marcus Brennecke, der seit 1. September das Deutschlandgeschäft der Schweden von München aus leitet. EQT wurde 1994 gegründet und warb seither bei den Investoren annähernd sechs Mrd. Euro für sieben Beteiligungsfonds ein. Der letzte Europa-Fonds hatte ein Volumen von 2,5 Mrd. Euro. Die Allianz aus Goldman Sachs und EQT war im Beteiligungsmarkt schon einmal erfolgreich. Im Frühjahr 2005 boten sie zusammen für den weltweit größten Reinigungsdienstleister, den dänischen Konzern ISS. Allerdings gibt es einen Unterschied: Während Goldman Sachs Capital Partners damals eigenes Geld in die Offerte steckte, treten die Investmentbanker von Goldman beim MTU-Deal nur beratend auf.

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