Erdgas
Bau der Ostsee-Pipeline im Zeitplan

Trotz großer Widerstände kommt die Ostsee-Pipeline voran. Bisher verläuft alles nach Plan. Doch Kritiker könnten gegen das Projekt klagen - und damit den Zeitplan verzögern. Wie Nord-Stream-Chef Matthias Warnig die Chancen und Risiken einschätzt.

BUENOS AIRES. Die Betreibergesellschaft Nord-Stream will den Bau der Ostseepipeline nach jahrelangen Prüfverfahren in den Anrainer-Staaten bald beginnen - ungeachtet möglicher Klagen durch Gegner des umstrittenen Projekts. "Bis Jahresende wollen wir alle Genehmigungen vorliegen haben. Die Konstruktion soll dann wie geplant Anfang April 2010 starten", sagte der Chef des Unternehmens, Matthias Warnig, am Rande der Weltgaskonferenz in Buenos Aires.

Das wäre auch nötig, damit die Eigentümer - neben dem russischen Exporteur Gazprom sind die deutschen Konzerne Eon und BASF sowie die niederländische Gasunie beteiligt - ihren ambitionierten Zeitplan einhalten können. 2011 soll der erste Leitungsstrang, durch den jährlich 27,5 Mrd. Kubikmeter Gas aus Sibirien nach Westeuropa fließen sollen, in Betrieb gehen. Ein Jahr später soll dann der gleichgroße zweite Strang folgen.

Das Projekt ist ebenso groß wie umstritten. Mit der rund 1200 Kilometer langen Leitung könnten rechnerisch 25 Mio. Haushalte versorgt werden. Die Kosten sind mit 7,4 Mrd. Euro veranschlagt. Seit das Projekt 2005 gestartet wurde, machen Umweltschützer und Politiker in den betroffenen Staaten aber massiv Front.

Neben Deutschland und Russland ist Nord-Stream in Schweden, Dänemark und Finnland auf die Genehmigung angewiesen, hat umfangreiche Umweltverträglichkeitsstudien durchgeführt, Unterlagen eingereicht, sich Anhörungen gestellt und den Trassenverlauf auch abgeändert.

"Wir haben alles abgearbeitet, aber natürlich kann immer etwas passieren", erklärt Warnig. In Schweden beispielsweise musste das Unternehmen noch im Sommer Stellungnahmen von 60 Behörden bearbeiten. Inzwischen ist Nord-Stream aber überzeugt, alle bürokratischen Hürden übersprungen zu haben.

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