Erdgas
Gazprom exportiert wegen extremer Kälte weniger

Wegen der extremen Kälte in Russland hat der staatliche Gasmonopolist Gazprom seine Lieferungen nach Ungarn und Bosnien-Herzegowina um 20 Prozent gekürzt. Die Nachricht sorgte für ein Anziehen der Preise an der Londoner Börse.

HB MOSKAU. Damit solle der erhöhte Bedarf der heimischen Kunden kurzfristig gedeckt werden, teilte das Gazprom am Mittwoch mit. Auch die Lieferungen über die Pipeline nach Österreich und Italien könnten deshalb eingeschränkt werden. Nach der Mitteilung zogen die Gaspreise in London weiter an. „Der Markt ist extrem nervös“, sagte ein Händler.

Ein Sprecher des ungarischen Wirtschaftsministeriums bestätigte, dass über die Pipeline am Mittwoch 20 Prozent weniger Gas kämen. Die Gasversorgung in Ungarn sei durch den Lieferengpass aber nicht gefährdet.

Zuletzt war Ungarn Anfang Januar von Lieferausfällen betroffen. Russland hatte damals in einem Preisstreit mit der Ukraine dem Nachbarland für kurze Zeit den Gashahn zugedreht, worauf Kiew auch die nach Ungarn führenden Leitungen angezapft hatte. Damals waren kurzfristig bis zu 40 Prozent weniger Erdgas in Ungarn eingetroffen als vertraglich zugesichert. Ungarn deckt rund 80 Prozent seines Gasverbrauchs mit Erdgaslieferungen aus Russland.

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