Erdgas
Nord Stream kämpft um die Pipeline

Die bei einigen Ostseeanrainern höchst umstrittene Erdgaspipeline quer durch die Ostsee von Russland nach Deutschland soll nach Angaben des Betreiberkonsortiums wie geplant realisiert werden. Das erste Erdgas werde ab 2011 durch eine Pipeline gepumpt, ein Jahr später könne auch über die zweite Pipeline insgesamt 55 Milliarden Kubikmeter Gas nach Westeuropa geliefert werden.

RIGA/MOSKAU. Das bestätigte der Finanzdirektor Pipeline-Konsortiums Nord Stream, Paul Corcoran, auf dem parallel zum Ostseerat in Riga stattfindenden Baltic Sea Region Business Forum. Gleichwohl räumte er ein, dass sein Unternehmen, an dem neben Hauptaktionär Gazprom auch Eon Ruhrgas, die BASF-Tochter Wintershall und die niederländische Gasunie beteiligt sind, „noch viel zu tun habe“.

Die von Nord Stream geplante 1 200 Kilometer lange Erdgas-Pipeline vom russischen Wyborg bis ins deutsche Greifswald stößt vor allem in Schweden auf massiven Widerstand. Da die Pipeline zu einem großen Teil durch die Wirtschaftszone Schwedens läuft, ist das Konsortium vom grünen Licht aus Stockholm abhängig. „Wir haben weitere Konsultationen mit Schweden“, sagte Nord-Stream-Manager Sebastian Sass. Er rechnet damit, dass im Herbst die Umweltverträglichkeitsprüfungen in allen Anrainern abgeschlossen und die Genehmigungsverfahren eingeleitet werden können.

Ob das realistisch ist, hängt maßgeblich vom weiteren Agieren der schwedischen Regierung ab: Den von Nord Stream im Februar eingereichten Bauantrag schickte sie nämlich direkt an den Absender zurück und forderte weitere Informationen. In Schweden, das seine eigene Energie aus Atomkraft und Wasserkraft bezieht, befürchtet man negative Umweltbeeinträchtigungen in der äußerst belasteten Ostsee durch den Pipeline-Bau.

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