Erdgasförderung
Norweger gewinnen Rennen um Schtokman-Gasfeld

Der russische Gasmonopolist Gazprom hat den norwegischen Energiekonzern Statoil Hydro als zweiten ausländischen Partner für die Erschließung des riesigen Gasfeldes Schtokman im Nordpolarmeer ausgewählt. Mit dem Gas aus dem Feld sollen eines Tages Deutschland und die USA versorgt werden.

HB MOSKAU. Der Kreml machte die Entscheidung am Donnerstag nach einem Telefonat zwischen Präsident Wladimir Putin und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg öffentlich. Statoil-Hydro erhalte 24 Prozent der Anteile an dem Projekt. Die Vereinbarung solle noch am Donnerstag unterschrieben werden. Im Juli hatte Gazprom bereits Frankreichs Energiekonzern Total mit 25 Prozent an Schtokman beteiligt.

Mit dem Projekt werde die Zusammenarbeit der beiden Länder im Energiesektor auf einen neue Stufe gestellt, zitierte die Agentur Interfax aus einer gemeinsamen Erklärung Putins und Stoltenbergs. Im Juli hatte Gazprom mitgeteilt, der Mehrheitsanteil von 51 Prozent an dem Vorkommen im Nordpolarmeer werde bei dem vom Kreml kontrollierten Unternehmen bleiben.

Schtokman gilt als eines der weltgrößten Erdgasfelder und enthält Schätzungen zufolge zwischen 3 200 und 3 700 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Das ist nach Gazprom-Angaben anderthalbmal so viel, wie Russland in den vergangenen 30 Jahren nach Europa geliefert hat. Von 2013 an soll von dem Vorkommen in der Barentssee Gas über die noch zu bauende Ostseepipeline nach Deutschland gepumpt werden. Ein Jahr später soll der Transport von Flüssiggas (LNG) per Schiff in die USA beginnen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%