Ereignisse in der Übersicht: Chronologie Fiat und GM: Holprige Straße

Ereignisse in der Übersicht
Chronologie Fiat und GM: Holprige Straße

Mit hohem Einsatz hatten die Italiener um eine Milliardenabfindung von US-Partner General Motors für ihre Verkaufsoption gepokert. Aber der GM-Chef Wagoner sich als knallharter Gegner. Hier eine Chronologie der Ereignisse seit März 2000.

März 2000: General Motors (GM) steigt mit 20 Prozent bei Fiat Auto ein und räumt den Italienern eine Option ein, wonach der Mischkonzern seine Autosparte ab 2004 fünf Jahre lang den US-Amerikanern andienen kann. Fiat beteiligt sich mit 5,8 Prozent an GM.

Oktober 2002: Auch die Partnerschaft mit GM hilft nicht – Fiat macht weiter Verluste. GM schreibt 2,2 Mrd. Dollar auf seine Beteiligung ab. Fiat reagiert mit einem neuen Sparprogramm auf die anhaltende Absatzkrise. Der Autokonzern streicht mehr als 8 000 Stellen.

November 2002: Die notwendige Kapitalerhöhung, die die Autosparte des Fiat-Konzerns retten soll, findet ohne GM statt. Der Anteil des US-Konzerns an dem italienischen Partner sinkt auf zehn Prozent.

Dezember 2002: Der hoch verschuldete Fiat-Konzern verkauft seinen Anteil am weltgrößten Autohersteller GM für 1,16 Mrd. Dollar an eine amerikanische Investmentbank.

Januar 2003: Der Patriarch der Fiat-Eigentümerfamilie, Giovanni Agnelli, stirbt.

Februar 2003: Fiat-Präsident Paolo Fresco räumt früher als geplant seinen Posten für Umberto Agnelli.

März 2003: Die Krise hält an. Die Fiat-Gruppe verkauft einen Mehrheitsanteil an der Verbraucherkredit-Tochter Fidis an seine Gläubigerbanken und die Versicherungstochter Toro Assicurazioni für 2,4 Mrd. Euro an einen Fachbuchverlag.

April 2003: Fiat verkauft nun auch den Triebwerkshersteller Avio für 1,5 Mrd. Euro.

Mai 2003: Der Nettoverlust der Fiat-Gruppe fällt deutlich höher aus als erwartet. Die Italiener müssen für 2002 einen Rekordverlust von 4,26 Mrd. Euro ausweisen.

August 2003: GM stellt erstmals seine Übernahmeverpflichtung (Put-Option) für die Autosparte von Fiat in Frage.

Oktober 2003: Fiat und GM verschieben den Start der Put-Option für Fiat Auto um ein Jahr.

Ende 2003: Herbert Demel wird neuer Chef von Fiat Auto.

März 2004: Die Fiat-Gruppe reduziert ihren Jahresverlust auf 1,9 Mrd. Euro. 2006 soll unter dem Strich wieder ein Gewinn stehen.

Juni 2004: Sergio Marchionne wird neuer Vorstandschef der Fiat-Gruppe.

Juli 2004: Fiat Auto verschiebt das Gewinnziel um ein Jahr und rechnet erst ab 2007 wieder mit Profit.

Dezember 2004: GM und Fiat leiten wegen der Put-Option ein Schlichtungsverfahren ein.

Februar 2005: Die Schlichtungsgespräche scheitern.

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