Industrie

_

Erfolgreiches Jahr 2011: Stada beglückt Aktionäre mit hoher Dividende

Der Pharmakonzern Stada hatte 2011 mit Finanzproblemen auf dem Balkan zu kämpfen. Dennoch hat das gute Geschäft diese Probleme gelöst. Das Unternehmen kündigte eine üppige Dividende für Anteilseigner an.

Der Pharmakonzern Stada kann mit dem vergangenen Jahr zufrieden sein. Quelle: dpa
Der Pharmakonzern Stada kann mit dem vergangenen Jahr zufrieden sein. Quelle: dpa

BerlinDer Bad Vilbeler Pharmakonzern Stada hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Prognosen wohl erreicht. „Wir haben trotz Euro-Schuldenkrise keine Packung weniger verkauft“, sagte Finanzvorstand Helmut Kraft der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Wir spüren die Krise nicht im Umsatz.“ Unabhängig von der Konjunktur würden Menschen krank und bräuchten Medikamente. Zu den umsatzstärksten Medikamenten des Unternehmens habe das Grippemittel Grippostad gehört.

Anzeige

Das abgelaufene Jahr bezeichnete Kraft als „operativ insgesamt ein gutes Jahr“. Zwar sei das Nettoergebnis durch Forderungsausfälle in Serbien belastet worden. „Wir sind trotzdem zuversichtlich, dass die kommunizierten Finanzziele für 2011 erreicht wurden.“ Geplant war ein Wachstum des bereinigten Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen „im hohen einstelligen Prozentbereich“. „Wir prüfen, ob wir die langfristige Prognose anheben,“ ergänzte der Finanzchef.

An die Aktionäre als Dividende ausschütten will Kraft erneut 30 bis 35 Prozent des Nettogewinns. „Ich sehe keinen Grund, davon abzuweichen“, sagte er der Zeitung weiter. Für 2010 hatte Stada 37 Cent je Aktie gezahlt.

Die Probleme in Serbien hatten dem Unternehmen das dritte Quartal verhagelt - sie drückten den Quartalsgewinn nach Steuern um 87 Millionen Euro. Serbien ist einer der wichtigsten Auslandsmärkte für den Hersteller von Nachahmermedikamenten und Markenprodukten wie der Sonnencreme Ladival und der Salbe Mobilat. Der Pharmakonzern litt in Serbien unter den Zahlungsschwierigkeiten klammer Großhändler. Die serbische Regierung hat eine Patronatserklärung abgegeben, offene Rechnungen der staatlichen Stellen würden bezahlt, hatte Stada im Herbst erklärt. Allerdings räumte Kraft in dem Zeitungsinterview ein, dass Serbien die Schulden noch nicht beglichen hat.

  • Die aktuellen Top-Themen
Bis Dienstagabend: Streiks bei Amazon haben begonnen

Streiks bei Amazon haben begonnen

Seit mehr als einem Jahr kämpft Verdi mit Streiks für die Amazon-Mitarbeiter. Jetzt ruft die Gewerkschaft erneut zu Arbeitsniederlegungen an vier deutschen Standorten auf. Zunächst soll nur zwei Tage lang gestreikt werden.

Betriebsrat warnt: 2500 bis 3000 Opel-Mitarbeiter ohne Job-Aussicht

2500 bis 3000 Opel-Mitarbeiter ohne Job-Aussicht

Das Bochumer Opel-Werk wird zum Jahresende geschlossen, rund 3300 Opel-Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Nun beklagt Betriebsratschef Rainer Einenkel, viele Beschäftigte hätten keine Job-Perspektive.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläumsfestivitäten – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen  in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer