Erfolgsgarant Cayenne
Porsche weiter hochprofitabel

Der Sportwagenbauer Porsche fährt weiter mit Vollgas auf Erfolgskurs. Im schwachen Dollar sieht Porsche langfristig keine Gefahr für seine Ertragslage. Und auch für das laufende Geschäftsjahr verbreiten die Stuttgarter angesicht der beiden neuen Modelle 911 und Boxster Zuversicht.

HB STUTTGART. „Für das Gesamtjahr erwarten wir uns insbesondere auf Grund der neuen Sportwagen-Generationen ein weiteres Wachstum bei Absatz und Umsatz“, sagte Vorstandschef Wendelin Wiedeking am Mittwoch in Stuttgart, ohne eine konkrete Prognose abzugeben. Nach dem Rekordjahr 2003/04 (zum 31. Juli) sei auch beim Gewinn ein „sehr erfolgreiches Jahr“ zu erwarten. „Wir sind mit der Ergebnissituation sehr zufrieden“, fügte Finanzvorstand Holger Härter hinzu. Die lang erwartete Entscheidung über eine vierte Baureihe will Wiedeking bis Mitte 2005 treffen.

Die Aktie von Porsche legt darauf zu. Das Papier hatte zuletzt unter Befürchtungen von Analysten gelitten, dass Porsche angesichts des schwachen Dollar künftig weniger von seinen Währungssicherungsmaßnahmen profitieren könne als bisher. In den USA setzte Porsche zuletzt 41 % seiner Produktion ab. „Schwarze Löcher sehen wir für Porsche nicht“, zerstreute Wiedeking die Sorgen. Das Unternehmen werde seine intensive Kurssicherung über 2007 hinaus fortsetzen, auch wenn diese Maßnahmen teurer würden. „Der Horizont unserer Währungsabsicherungsaktivitäten reicht mittlerweile bis in das Geschäftsjahr 2007/08 hinein“, sagte Finanzchef Härter. Auch im laufenden Jahr leisteten die Spekulationsgewinne wieder einen maßgeblichen Beitrag zur Profitabilität von Porsche. Laufende Kostensenkungen sollten den Konzern auch vor einem langfristig schwachen Dollar schützen.

In den ersten vier Monaten des Jahres legten Verkaufszahlen und Umsatz von Porsche weiter zu, wegen der Neueinführungen aber mit geringerem Tempo als zuvor. Der Umsatz stieg zwischen August und November um 4,0 % auf 1,98 Mrd. €, der Absatz um sieben Prozent auf 23 546 Fahrzeuge. Während sich der neue, im Juli in Deutschland eingeführte 911 bereits in einem um 18,6 % höheren Absatz niederschlug, brachen die Verkaufszahlen des kleineren Boxster vor dem Modellwechsel Ende November um 46,7 % auf 1916 ein. Der Geländewagen Cayenne setzte mit einem Plus von 15,2 % auf 13 011 Stück seinen Erfolgskurs fort. Mit rund 40 000 Einheiten sei das in Leipzig montierte Modell an seiner Kapazitätsgrenze angelangt, sagte Wiedeking. Doch sei ein Ausbau der Produktion nicht geplant. „Die Zahlen lassen nicht viel Raum für Enttäuschungen“, sagte WestLB-Analyst Fredrik Westin.

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