Erfrischungsgetränke
Big Coke schielt auf Vita-Cola

Der Bielefelder Oetker-Konzern wird große Teile des Geschäfts mit alkoholfreien Getränken abgeben, die in der RB Brauholding gebündelt sind. Zum Verkauf stehen die Berliner Brau und Brunnen (BuB) Mineralquellen GmbH sowie die Sinziger Mineralbrunnen GmbH.

ire BIELEFELD. "Ich rechne mit einer Entscheidung über den Verkauf innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate“, sagte RB-Chef Ulrich Kallmeyer dem Handelsblatt am Rande der Bilanzpressekonferenz der Oetker-Gruppe. Beide Firmen wurden 2003 zusammen mit der Dortmunder Brau und Brunnen AG von Oetker übernommen wurden. Bei den in der BuB Mineralquellen zusammengefassten Marken wie den Mineralwässern Margon (Sachsen), Glashäger (Mecklenburg-Vorpommern) und Thüringer Waldquell handelt es sich um regional vertriebene Mineralwässer, die durch die Handelsmarken unter Preisdruck geraten sind. Verkauft wird auch die in Ostdeutschland beliebte Marke "Vita-Cola", für die sich nach Überzeugung der Branche Coca-Cola interessieren dürfte.

Der Umsatzanteil des zum Verkauf stehenden Geschäftes mit alkoholfreien Getränken beträgt etwa 114 Mill. Euro. Nach dem Erwerb von Brau und Brunnen erlöste die RB Brauholding im vergangenen Jahr fast 1,3 Mrd. Euro und erreichte mit einem Gesamtausstoß von 15,8 Mill. Hektolitern einen Marktanteil beim Bier von rund 15 Prozent.

Vor allem durch den Erwerb der Brau und Brunnen AG stieg der Gesamtumsatz des Oetker-Konzerns im vergangenen Jahr um 26 Prozent auf 6,43 Mrd. Euro. Nach Abzug der negativen Währungseffekte durch den schwachen US-Dollar in Höhe von 205 Mill. Euro und der Akquisitionen – darunter beispielsweise die Molkerei Onken sowie die Sektmarke „Kupferberg Gold“ – lag der Umsatzanstieg 2004 immer noch bei respektablen 13,7 Prozent. „Mit dem Ertrag sind wir zufrieden“, sagte Konzernchef August Oetker, der sich traditionsgemäß nicht näher über die Gewinne oder Verluste des Familienunternehmens äußert.

Den größten Anteil am Oetker-Umsatz hatte die Schifffahrt (39,6 Prozent), gefolgt von Nahrungsmitteln (26, 1 Prozent), Bier (20,1 Prozent) und Wein (7,3 Prozent). Von allen Geschäftsbereichen wuchs der Umsatz der Reederei Hamburg Süd am stärksten (plus 35 Prozent), während die Brauereien operativ fast zehn Prozent einbüßten. „Wir haben aber schwarze Zahlen abgeliefert“, sagte Kallmeyer. Auch Konzernlenker August Oetker ist überzeugt, dass die Zusammenführung der Radeberger Gruppe und der Brau und Brunnen AG unter dem Dach der RB Brauholding zum Jahresende abgeschlossen sein wird. „Bier ist nicht unser Sorgenkind, wir liegen mit den Ergebnissen voll im Zielkorridor“, sagte Oetker.

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