Erfrischungsgetränke-Hersteller
Coca-Cola übertrifft Gewinnerwartungen

Das war ein zuckersüßes viertes Quartal für Coca-Cola: Der weltgrößten Erfrischungsgetränke-Hersteller konnte seinen Gewinn deutlich steigern. Grund dafür ist das starke Geschäft in den Märkten, wo es die Brause noch nicht so lange gibt.

HB ATLANTA. Der weltgrößte Erfrischungsgetränke-Hersteller Coca-Cola hat zum Jahresschluss 2008 wegen hoher Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Überschuss brach im vierten Quartal um 18 Prozent auf 995 Mio. Dollar (773 Mio Euro) ein. Der Umsatz fiel auch wegen Wechselkurseffekten durch den wieder stärkeren Dollar leicht um drei Prozent auf 7,1 Mrd. Dollar, wie Coca-Cola am Donnerstag am Sitz in Atlanta (Georgia) bekanntgab.

Der Absatz sei dagegen trotz Konjunkturkrise durch starke Geschäfte etwa in Asien, Osteuropa und Lateinamerika um vier Prozent gestiegen. Auf dem Heimatmarkt USA sank das Volumen. Coca-Cola könne sich der Krise nicht völlig entziehen, räumte der türkischstämmige Konzernchef Muhtar Kent ein. „Ich glaube aber, dass unser globales Geschäft relativ widerstandsfähig ist.“

Getränke wie Säfte, stilles Wasser, kalorienarme Lifestyle-Drinks und Eistee legten erneut weit stärker zu als die Klassiker mit Kohlensäure. Rivale Pepsi liegt in diesem Wachstumsmarkt noch vor dem insgesamt größeren Coca-Cola-Konzern. Pepsi hat seine neuesten Zahlen für diesen Freitag angekündigt.

Abschreibungen auf das US-Vertriebsgeschäft und Kosten für den Konzernumbau belasteten das Ergebnis von Coca-Cola mit weit mehr als 500 Mio. Dollar. Ohne die Sondereffekte wäre der Gewinn je Aktie um rund zehn Prozent gestiegen, so Coca-Cola.

Mit diesem bereinigten Ergebnis übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten. Die Aktie lag vorbörslich in New York deutlich im Plus.

Im Gesamtjahr 2008 fiel der Überschuss um drei Prozent auf 5,8 Mrd. Dollar. Der Umsatz stieg dagegen um elf Prozent auf 31,9 Mrd. Dollar.

Coca-Cola kündigte in Deutschland gerade erst an, seine Produktion in Kaiserslautern zu schließen. Den betroffenen rund 130 Mitarbeitern werden neue Arbeitsplätze angeboten, etwa in Mannheim oder Karlsruhe.

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