Ergebnis liegt im Rahmen der Erwartungen
US-Baustellenmisere drückt Gewinn von Bilfinger Berger

Die Bauleistung erreichte trotz der Misere auf dem deutschen Baumarkt einen neuen Rekordwert. Die Basisdividende will das Mannheimer Unternehmen "deutlich" erhöhen.

dpa-afx MANNHEIM. Schwierigkeiten auf einer US-Baustelle haben den Gewinn von Deutschlands zweitgrößtem Baukonzern Bilfinger Berger im Jahr 2004 erwartungsgemäß gedrückt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sei von 101 Mill. auf gut 80 Mill. Euro gesunken, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag nach vorläufigen Zahlen in Mannheim mit. Die Bauleistung erreichte trotz der Misere auf dem deutschen Baumarkt mit 6,111 Mrd. Euro (+9 Prozent) einen neuen Rekordwert. Die Basisdividende wollen die Mannheimer "deutlich" erhöhen.

Unter dem Strich erwirtschaftete der Konzern einen Überschuss von 50 (126) Mill. Euro. Damit sei wie geplant die Größenordnung des um Sondereinflüsse bereinigten Vorjahreswerts erreicht worden. 2004 schlugen "hohe Belastungen" wegen Schwierigkeiten bei einem US-Bauprojekt zu Buche, während 2003 aus dem Verkauf des Heizungsbauers Buderus ein Sonderertrag von 238 Mill. Euro erzielt worden war. Das Ergebnis lag auch im Rahmen der von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten. Der Konzern selbst hatte seine Ergebnisprognosen nach den Schwierigkeiten in den USA auf die nun erreichten Werte gekappt.

Der Konzern verringerte seine Abhängigkeit vom schwächelnden deutschen Baumarkt weiter. Der Anteil des inländischen Baugeschäfts an der Konzernleistung sei weiter auf 21 (Vorjahr: 27) Prozent zurückgegangen. Die auf den internationalen Märkten erbrachte Leistung erhöhte sich auf 65 (56) Prozent. Die verbleibenden 14 (Vorjahr: 17) Prozent entfallen im Wesentlichen auf Dienstleistungsaktivitäten in Deutschland. Im vergangenen Jahr markierte auch der Auftragseingang mit 6,139 Mrd. Euro (+10 Prozent) einen neuen Höchststand. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende bei 6,339 Mrd. Euro (plus 1 Prozent).

Der Konzern will seine Aktionäre am wachsenden Unternehmenserfolg "angemessen" beteiligen. Dem Aufsichtsrat werde eine Dividende vorgeschlagen, die "deutlich" über der Basisdividende des Vorjahres von 0,65 Euro je Aktie liege. Wegen eines Sonderertrages aus dem Verkauf des Heizungsbauers Buderus war im Vorjahr zusätzlich ein Bonus von 0,65 Euro je Aktie an die Aktionäre geflossen.

Im Hinblick auf die Baustellenmisere in den USA zeigte sich der Konzern zuversichtlich. Die zum dritten Quartal 2004 gebildete Vorsorge in Höhe von 50 Mill. Euro im Zusammenhang mit Problemen auf der Brückenbaustelle Maumee River Crossing decke alle erkennbaren Risiken bis zur Fertigstellung des Projekts ab. Mit dem Auftraggeber sei eine Einigung über den weiteren Bauablauf erzielt worden. Dies ermögliche den Abschluss der Arbeiten innerhalb der vertraglich vereinbarten Frist bis Oktober 2006.

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