Ergebnis sinkt in 2004: Peugeot vorsichtig für 2005

Ergebnis sinkt in 2004
Peugeot vorsichtig für 2005

Der Autobauer PSA Peugeot Citroen hat im vergangenen Jahr weniger verdient und dabei die Analystenerwartungen leicht verfehlt.

dpa-afx PARIS. Für das laufende Jahr rechnen die Franzosen mit Belastungen durch steigende Rohstoffkosten, die auf die Marge drücken dürften. Für das gesamte Jahr gab der Konzern daher eine eher zurückhaltende Prognose ab. An der Pariser Börse sank die Aktie zuletzt um 2,98 Prozent auf 48,90 Euro.

Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, rutschte das operative Ergebnis von 2,214 Mrd. auf 2,182 Mrd. Euro. Von Thomson Financial befragte Experten hatten durchschnittlich 2,207 Mrd. Euro erwartet. Das Nettoergebnis verringerte sich von 1,497 auf 1,357 Mrd. Euro. Analysten hatten hier lediglich mit einem Rückgang auf 1,399 Mrd. gerechnet. Der Umsatz kletterte um 4,7 Prozent auf 56,8 Mrd. Euro. Der Konzern stellt künftig auf die neue Rechnungslegung Ifrs um. Nach diesem Standard bemessenen, betrug das operative Ergebnis für das Jahr 2004 2,534 Mrd. Euro und der Nettogewinn 1,682 Mrd. Euro.

Keine Angaben machte der Konzern zur Dividende. Peugeot konnte auf einen stabilen französischen Heimatmarkt verweisen, zudem hätten in vielen westeuropäischen Märkten die Kunden zunehmend Gebrauch von günstigen Angeboten, so genannten Incentives, gemacht.

"Da sich derzeit keine Verbesserung der Konkurrenzsituation in Europa abzeichnet, werden wir unsere selektive Marketingpolitik weiterverfolgen. Das heißt, wir werden eher versuchen, unsere Marge zu halten, als den Absatz zu steigern", räumte der Konzern ein.

Peugeot bestätigte seine vorsichtige Absatzprognose. Wegen des schwierigen Marktes dürfte der Absatz in diesem Jahr lediglich moderat wachsen. Im Jahr 2004 hatte PSA seinen Absatz um knapp 3,5 Prozent auf 3,375 Mill. Fahrzeuge gesteigert. In diesem Jahr baut der Konzern vor allem auf neue Modelle wie die zusammen mit Toyota entwickelten Kleinwagen C1 und den Peugeot 107 sowie den Minivan 1 007.

Auch für die operative Marge gab sich der Konzern verhalten. So peilen die Franzosen in diesem Jahr eine Marge zwischen vier bis 4,5 Prozent an. 2004 hatte die Marge 3,8 Prozent oder nach Ifrs bereits 4,5 Prozent betragen. Dabei dürften vor allem höhere Rohstoffkosten auf das Ergebnis der Autosparte drücken, befürchtet Peugeot. Die Belastung wurde mit 250 bis 300 Mill. Euro angegeben. Die Produktionskosten dürften nach Berechnungen des Konzerns hingegen in diesem Jahr sinken.

Für den westeuropäischen Markt für PKW und leichte Nutzfahrzeuge rechnet der Konzern in diesem Jahr mit einem stabilen Niveau oder einem leichten Anstieg. Auf den übrigen Weltmärkten sollte die Situation etwas besser aussehen.

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