Ergebnis soll nach Restrukturierung anziehen: Vossloh blickt optimistisch nach vorn

Ergebnis soll nach Restrukturierung anziehen
Vossloh blickt optimistisch nach vorn

Nach einer kräftigen Umstrukturierung rechnet der Verkehrstechnikkonzern Vossloh damit, die Ergebnisziele für 2004 erreicht zu haben. Ab dem kommenden Jahr werden beim Gewinn zudem wieder Rekordwerte angestrebt.

HB MÜNCHEN. „2006 werden wir das Rekordergebnis von 2004 wieder anpeilen, 2007 dann aber deutlich darüber liegen“, sagte Firmenchef Burkhard Schuchmann am Mittwoch am Rand des Münchener Management-Kolloquiums und bekräftigte damit bisherige Aussagen. Zu den Geschäftszahlen von 2004 verwies er auf frühere Prognosen, wonach der Gewinn den Vorjahreswert von rund 54 Mill. € übertreffen soll. „Ich habe keinen Ansatzpunkt zu glauben, dass es nicht in diese Richtung gehen sollte“, sagte Schuchmann.

Für 2005 geht der Konzern wegen des eingeleiteten Sparprogramms insbesondere im Lokomotivbau von einem sinkenden Gewinn aus. Das Sparprogramm verlaufe nach Plan und werde am Ende lokal in etwa auf einen Abbau von 300 Stellen hinauslaufen. Im Konzern hatte Vossloh dagegen ein Zuwachs der Mitarbeiterzahl durch Zukäufe und projektbezogene Einstellungen im Gleisbau auf 5158 Beschäftigte in diesem Jahr nach 4534 im Jahr 2004 angekündigt. Schuchmann sprach von schwierigen Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite über die Einsparungen. Er deutete an, dass die Zahl der zu streichenden Stellen sich je nach Vereinbarung mit den Arbeitnehmern noch verändern könnte.

Der Vossloh-Chef begründete das Sparprogramm nochmals mit dem sinkenden Marktvolumen für Lokomotiven. In den vergangenen beiden Jahren habe das Unternehmen eine Fertigung von rund 140 Loks gehabt. 2005 werde das Volumen auf 80 bis 85 und 2006 auf 60 bis 65 Loks sinken. „Wir müssen sehen, dass wir die Break-Even-Schwelle so weit runterbekommen, dass sie mit 40 bis 45 Loks erreicht ist“, sagte er. Im Grunde gehe es bei dem Sparprogramm darum, die Kapazität dem Marktbedarf anzupassen und die Fertigung flexibler zu machen. Bis Ende 2005 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein. „Das ist nach wie vor unser Ziel. Und ich bin zuversichtlich, dass wir das hinkriegen“, ergänzte er.

Den Aktionären stellte Schuchmann trotzdem eine in etwa konstante Dividende in Aussicht. „Wir haben immer gesagt, wir haben eine gewisse Dividendenkontinuität. Daran werden wir uns trotz der Restrukturierung auch halten“. Für 2003 hatte das im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen eine Dividende von 1,30 € je Aktie gezahlt. An der Börse wurde die Vossloh-Aktie am Nachmittag für 38,50 € gehandelt. Mit einem Plus von 0,1 % entwickelte sie sich in etwa wie der Gesamtmarkt.

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