Ergebnisbelastung
MG trennt sich von Aktivitäten im schweren Stahlbau

Der Frankfurter Chemie- und Anlagenbaukonzern mg technologies hat sich von verlustbringenden Aktivitäten auf dem Gebiet des schweren Stahlbaus getrennt.

Reuters FRANKFURT. Die Geschäfte in diesem Bereich seien mit Wirkung Ende Juni an ungenannte Investoren aus Belgien verkauft worden, teilte das Unternehmen am Montag in Frankfurt mit. Die MG trenne sich damit von einem nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereich, der in der Vergangenheit hohe Verluste geschrieben habe. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. Insgesamt umfasse der Bereich drei Unternehmen, von zweien habe sich die MG nun getrennt, sagte eine Unternehmenssprecherin. Dies seien die Stahlbau Plauen GmbH und die Brückenbau Plauen GmbH. Nicht verkauft wurde nach Unternehmensangaben die im Stahlhochbau arbeitende Claus Queck GmbH mit Sitz in Düren, die Gewinne schreibe.

Die Trennung vom schweren Stahlbau werde zu einer Ergebnisbelastung in diesem Jahr von rund 20 Millionen Euro führen, hieß es weiter. Bei der MG bleibe das Ergebnis aus der Abwicklung der laufenden Altaufträge. Auf der Hauptversammlung vor wenigen Wochen hatte es bereits geheißen, die MG führe Verhandlungen mit einem belgischen Investor.

Die zwei abgebenen Unternehmen hatten im Geschäftsjahr 2001/02 (Ende September) einen Umsatz von 66 Millionen Euro erwirtschaftet und einen Verlust von rund 16 Millionen Euro geschrieben. In dem veräußerten Bereich beschäftigte die MG rund 300 Mitarbeiter. Die Käufer beabsichtigten die Geschäfte weiter zu führen. Ein großer Teil der Arbeitsplätze solle so erhalten bleiben, hieß es.

Die im MDax gelistete MG-Aktie lag am Montag kurz nach Handelsstart mit 1,50 Prozent im Plus bei 8,80 Euro.

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