Ergebnisprognose für 2005 bekräftigt
Adidas erwartet im WM-Jahr 2006 Rekordverkäufe

Im Fußball-Weltmeisterschaftsjahr 2006 erwartet Europas größter Sportartikelhersteller Adidas Rekordverkäufe. Die weltweiten Umsätze mit Fußballprodukten sollen im nächsten Jahr zweistellig auf mehr als eine Milliarde Euro wachsen. Vorstandschef Herbert Hainer sagte in Herzogenaurach: „Wir haben bereits jetzt ein unglaubliches Feedback.“

HB HAMBURG. In Deutschland will Adidas seinen Marktanteil, der gegenwärtig bei 47 Prozent liege, auf über 50 Prozent hoch schrauben.

Die weltweite Nummer zwei hinter Nike will als Partner, Lizenznehmer und Ausrüster des Fußball-Weltverbands FIFA die WM nutzen, um sich als weltweit führende Fußballmarke darzustellen. „Wir werden voll angreifen“, sagte Fußball-Chef Günter Weigl. Sämtliche bisherigen Rekordmarken beim Verkauf von Fußballschuhen und -trikots, Fanartikeln und Bällen sollen übertroffen werden. Bereits jetzt ziehe die Nachfrage unter dem Einfluss des Confederations Cups an. Im WM- Jahr werde das weltweite Marktvolumen für Fußball-Produkte von derzeit 2,6 Milliarden auf 3,0 Milliarden Euro steigen.

Die ersten WM-Produkte sollen im Herbst 2005 auf den Markt kommen. Eine Schlüsselrolle für den Erfolg komme dem WM-Spielball zu. Weigl zeigte sich zuversichtlich, dass 2006 ein mit einem Mikrochip ausgestatteter Ball eingesetzt werden kann, den adidas gemeinsam mit Partnern entwickelt hat und derzeit testet. Damit soll den Schiedsrichtern in kniffligen Spielsituationen Hilfe bei der Frage gegeben werden, ob der Ball die Torlinie überschritten hat. Im Frühjahr 2006 solle über den Einsatz des Balles entschieden werden. „Wir werden aber nichts einsetzen, was nicht hundertprozentig funktioniert“, unterstrich Weigl.

Vorstandschef Hainer bekräftigte beim „adidas World Cup Day“ am Samstag ferner, man sei auf dem besten Wege, in diesem Jahr alle gesteckten Finanzziele zu erreichen. Der Umsatz soll um zwischen fünf und zehn Prozent steigen, der Gewinn um 20 Prozent. Beim Verkauf der Wintersport- und Outdoor-Sparte Salomon an die finnische Amer Sports Corporation sei man voll im Zeitplan, sagte Hainer. Die Transaktion soll bis Ende September abgeschlossen sein.

Für das Jahr 2005 sei adidas auf dem besten Weg, sein Geschäftsziel zu erreichen, betonte Hainer. 2004 hatte die Adidas-Gruppe 6,5 Milliarden Euro umgesetzt, der Überschuss betrug 314 Millionen Euro. Auch für 2006 rechnet der Sportkonzern mit einem Wachstum von Umsatz und Gewinn.

Die Veräußerung der Wintersport- und Outdoorsparte Salomon läuft nach Aussagen des Adidas-Chefs wie geplant. „Wir erwarten definitiv, die Transaktion bis Ende September abzuschließen.“ Anfang Mai hatte Adidas verkündet, die 1997 erworbene Salomon für 485 Millionen Euro an die finnische Amer zu verkaufen. Damit zieht sich das Unternehmen aus dem Wintersportgeschäft komplett zurück und konzentriert sich auf sein Kerngeschäft mit Schuhen, Bekleidung und Golf.

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