Ergebnisprognose für 2005 bekräftigt
Deutsche Post zieht es in die USA

Die Deutsche Post setzt auf Internationalisierung. Nachdem der Konzern im vergangenen Jahr 48 Prozent seiner 43,2 Mrd. Euro Umsatz im Ausland erzielt hat, soll dieser Anteil im laufenden Jahr die Marke von 50 Prozent übersteigen.

HB BONN. Neben dem Ausbau des Paket-und Expressgeschäfts unter der Marke DHL setzt Post-Chef Klaus Zumwinkel dabei verstärkt auf das Briefgeschäft. Nach Absagen in Dänemark, Belgien und Österreich will sich die Post nun insbesondere auf den US-Post-Markt, den größten der Welt, konzentrieren.

„Ein Ausbau unseres US-Geschäfts macht mehr Sinn, als in kleineren europäischen Ländern Beteiligungen an Postkonzernen zu kaufen“, sagte Brief-Vorstand Hans-Dieter Petram. In den USA sei die Deutsche Post nach Übernahmen bereits der größte private Briefdienst. Der US-Briefumsatz sei inzwischen so hoch wie der Umsatz der dänischen Post. Im Express- und Paketgeschäft (DHL) schreibt die Post in den USA noch rote Zahlen, peilt aber mit Investitionen von 1,2 Mrd. Dollar in Infrastruktur und Modernisierung Ende 2006 den Break-Even an.

In Europa ist die Expansion im Briefgeschäft dagegen ins Stocken geraten. Die Post werde ihr Angebot für eine Beteiligung an der dänischen Post nicht nachbessern, betonte Zumwinkel: „Wir sind nicht bereit, Preise zu zahlen, die uns keine auskömmlichen Renditen bieten.“ In Belgien hatte die Post trotz Interesses erst gar kein Angebot abgegeben. Branchenkenner vermuten dahinter politische Gründe. Die Post wird ihr DHL-Luftdrehkreuz von Brüssel nach Leipzig verlegen. Dies hatte in Belgien bereits für einige Aufregung gesorgt. Politische Gründe nannte Zumwinkel ausdrücklich für sein Desinteresse an der österreichischen Post. Das „Hin und Her“ um die Privatisierung habe ihn abgeschreckt. Ein Auge hat er auf Japan und Italien geworfen. Sollten die Postkonzerne in diesen Ländern privatisiert werden, „werden wir uns dies ansehen“. Aktuell gebe es aber keine Gespräche.

Übernahmen in Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und insbesondere den USA hätten dazu beigetragen, den Umsatz im Briefbereich 2004 um zwei Prozent auf 12,7 Mrd. Euro zu steigern. 85 Prozent des Brief-Umsatzes werden inzwischen mit Geschäftskunden erwirtschaftet. Das operative Ergebnis (Ebita) lag mit 2,1 Mrd. Euro auf dem Vorjahresniveau. Damit erzielt die Post 28,5 Prozent des Konzernumsatzes und 60,9 Prozent des Ergebnisses (Ebita) im Briefbereich.

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