Ergebnisrückgang
Elektrolux enttäuscht die Anleger

Die schwache Nachfrage und höhere Kosten belasten den Konzern auch im zweiten Quartal. Der Druck durch Niedrigpreis-Konkurrenten lässt nicht nach.
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StockholmDer weltweit zweitgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten, Electrolux aus Schweden, hat die Anleger mit den Zahlen für das zweite Quartal dieses Jahres enttäuscht: Der Aktienkurs stürzte nach Vorlage des Quartalsergebnisses um elf Prozent.

Vor allem das Umsatzminus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein halbierter Betriebsgewinn waren die Ursache für die Reaktion an der Börse. Und Electrolux-Chef Keith McLoughlin gab keine Entwarnung für das zweite Halbjahr. Sein Unternehmen werde nicht das Vorjahresergebnis erreichen, sagte er in Stockholm und unterstrich, dass der Druck durch Niedrigpreis-Konkurrenten bestehen bleibe. Auch die deutlich gestiegenen Rohstoffkosten seien für das schwache Ergebnis verantwortlich.

Um das Ergebnis zu verbessern plant Electrolux Preiserhöhungen. Außerdem will er ein weiteres Kostensenkungsprogramm durchführen, um die sinkende Nachfrage auf den wichtigsten Märkten des Konzerns zumindest teilweise kompensieren zu können. Auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt setzte das Unternehmen zehn Prozent weniger um als noch vor einem Jahr. Auch in Europa sei die Nachfrage „enttäuschend“ gewesen, wie McLoughlin sagte.

Vor allem in den Krisenländern Spanien und Italien, aber auch in Großbritannien sei die Nachfrage nach Electrolux-Produkten gesunken. Insgesamt legte der Europa-Markt nur um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Der Vorsteuergewinn sank von 1,3 Milliarden Kronen vor einem Jahr auf 696 Millionen Kronen (75,3 Millionen Euro). Der Umsatz ging um zwölf Prozent auf 24,1 Milliarden Kronen zurück.

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent

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