Erhöhte Gewinnprognose angekündigt
Airbus beflügelt EADS

Der Flugzeugbauer Airbus hat eine optimistische Prognose für die diesjährigen Auslieferungen gegeben. Das kommt auch dem Mehrheitseigner EADS zugute. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern wird seine Gewinnprognose für 2004 daher voraussichtlich zum zweiten Mal in diesem Jahr anheben.

HB MÜNCHEN. Derzeit überprüfe EADS die Prognosen für 2004 und wolle die veränderte Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit den Zahlen zum dritten Quartal am 4. November veröffentlichen, hieß es. „Erhöhte Auslieferungen von Airbus-Flugzeugen begründen die Erwartung der EADS, ihr Ebit-Ziel für das Geschäftsjahr 2004 anheben zu können“, teilte der Konzern am Freitagabend nach Börsenschluss mit. Bereits Ende Juli hatte EADS die Ebit-Prognose für 2004 wegen des starkten Wachstums bei Airbus auf 2,1 Mrd. € von 1,9 Mrd. € angehoben.

Die EADS-Tochter Airbus will in diesem Jahr die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge steigern, die 2003 bei 305 Stück lag. Eine Airbus-Sprecherin bezifferte das Ziel für 2004 auf 315 bis 320 Maschinen. Für 2006 peilt Airbus mit dem neuen Großraumflugzeug A380 weitere Steigerungen an. Dann werde die Zahl prozentual zweistellig ansteigen, sagte die Airbus-Sprecherin. Im vergangen Jahr war es den Europäern erstmals gelungen, den US-Erzrivalen Boeing als Weltmarktführer bei zivilen Flugzeugen abzulösen.

Für ein neues Flugzeugprogramm habe sich EADS allerdings noch nicht entschieden, teilte der Konzern zudem mit. „Das EADS Board of Directors hat weder über ein neues Flugzeugprogramm zur Deckung eines möglichen künftigen Bedarfs für ein 250-sitziges Flugzeug eine Entscheidung gefällt noch über dessen etwaige Finanzierung“, hieß es in der Mitteilung. Zuvor hatte eine Airbus-Sprecherin gesagt, der Flugzeugbauer könnte sich um staatliche Fördermittel über eine Milliarde Euro für das Programm bemühen, das unter dem Namen „A350“ bekannt ist. Boeing entwickelt derzeit bereits ein neues mittelgroßes Flugzeug mit dem Namen 7E7 (“Dreamliner“).

Über staatliche Subventionen für Flugzeugbauer war es zwischen den USA und der Europäischen Kommission zu einem Streit gekommen. Derzeit beschäftigt sich die Welthandelsorganisation (WTO) mit dem Fall. Airbus gehört zu 80 % zu EADS und zu 20 % der BA.

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