Erhöhung beantragt
Versorger wollen mehr Kohle für ihren Strom

In weiten Teilen Deutschlands müssen sich die Energieverbraucher zum Jahreswechsel auf höhere Strompreise einstellen. Zahlreiche Versorger haben Erhöhungen zum Januar 2007 beantragt. Vereinzelt ist von einer Größenordnung von zwei Cent je Kilowattstunde (kWh) die Rede.

HB ESSEN. Ein Sprecher der RWE-Vertriebsgesellschaft RWE Energy sagte am Dienstag, man habe für die Gesellschaften RWE Westfalen-Weser-Ems und RWE Rhein-Ruhr „Anpassungen“ zum 1. Januar 2007 beantragt. Zur Höhe der gewünschten Preiserhöhungen wurden keine Angaben gemacht. Nach Informationen der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) will der größte deutsche Stromerzeuger die Strompreise um 7,5 Prozent anheben. Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) kündigte eine sorgfältige Prüfung des Antrags an. „Schlichtes Durchwinken gibt es mit uns nicht“, sagte sie der Zeitung.

Nach WAZ-Informationen wollen auch mehrere westdeutsche Stadtwerke ihre Strompreise im selben Maß wie RWE anheben. Die Zeitung zitiert den Chef der Stadtwerke Bochum mit den Worten: „Wir haben eine Erhöhung um rund 7,5 Prozent beantragt. Der Aufsichtsrat muss aber noch zustimmen“, Erhöhungen in diesem Umfang strebten auch die Stadtwerke Herne und Witten an. Die Rede sei von 1,36 Cent pro Kilowattstunde.

Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Düsseldorf kündigte an, in den kommenden Tagen eine Tendenz für bis dahin eingegangene Anträge zu nennen. Angaben zu einzelnen Versorgern gebe es aber erst, wenn eine Entscheidung gefallen sei. Wenn ein Preis nicht erhöht werden solle, brauche aber auch kein Antrag gestellt werden, betonte der Sprecher. Die Verbraucher müssten mindestens sechs Wochen vor einer Erhöhung informiert werden, um für einen etwaigen Anbieterwechsel genügend Zeit zu haben.

In Thüringen wird es Anfang 2007 eine neue Preisrunde geben. Im Durchschnitt geht es dem Wirtschaftsministeriums zufolge um zwei Cent pro kWh. Bis zum späten Dienstagnachmittag haben dem Ministerium zufolge 26 der 29 Stromanbieter des Landes, darunter die in Thüringen dominierende Eon-Tochter, Anträge auf Strompreiserhöhungen gestellt. Die Mehrzahl der Unternehmen strebe Anhebungen um neun bis elf Prozent an. Wegen der Netznutzungsentgelt-Regelung hatte Eon Thüringen die Strompreise zum 1. August je nach Tarif um vier bis fünf Prozent gesenkt.

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