Erholungssignale
BASF atmet weiter auf

Das erste Halbjahr traf den BASF-Konzern tief ins Mark, um 50 Prozent brachen die Umsätze ein. Nun atmet der Chemieriese immer mehr auf. Der Oktober und November haben offenbar weitere Signale der Erholung gezeigt.
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HB FRANKFURT/MAIN. Der BASF-Konzern sieht nach dem schweren Einbruch des ersten Halbjahrs Zeichen der Erholung. Das vierte Quartal werde vermutlich besser ausfallen als erwartet: "Wir werden im Ergebnis vor Sondereinflüssen voraussichtlich das Niveau des dritten Quartals 2009 erreichen. Bisher erwarteten wir, dass wir darunter liegen", sagte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Hambrecht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Der Oktober und November hätten weitere Signale der Erholung gezeigt: "Die Umsatzentwicklung ist erfreulich, und die Zahl der Aufträge wächst", wurde er weiter zitiert.

An der Prognose für das Gesamtjahr hält Hambrecht hingegen fest: "Wir rechnen damit, dass Umsatz und Ergebnis im Vergleich zu 2008 deutlich sinken werden." Man dürfe nicht das schlimme erste Halbjahr mit Umsatzrückgängen von 50 Prozent vergessen. Die Dividende dürfte nach den Worten des Vorstandschefs sinken: "Sollten wir daher die Kapitalkosten nicht verdienen, was wahrscheinlich ist, wird auch die Dividende sinken."

Für das Jahr 2010 rechnet er mit einem schwierigen Jahr: "Die Erholung der Weltwirtschaft wird unsteter verlaufen, weil die Wirkung der Konjunkturprogramme nachlässt und die Leitzinsen wohl wieder steigen." Gleichzeitig bestünden immer noch große Überkapazitäten in der Chemieindustrie. Hambrecht kündigte weitere Sparmaßnahmen an: "Wir schließen unrentable Anlagen, auch ganze Standorte, wovon Arbeitsplätze betroffen sind. In Ludwigshafen gilt die Standortvereinbarung, über deren Fortsetzung wir jetzt sprechen."

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