Ermittlungen
Fiskus kassiert im Fall Reemtsma Millionen

Die Ermittlungen wegen Schmuggels und Steuerhinterziehung gegen den Hamburger Zigarettenhersteller Reemtsma sollen gegen Zahlung einer Millionensumme in den wichtigsten Punkten eingestellt werden.

HB HAMBURG. Die deutschen Zoll- und Steuerbehörden hatten Reemtsma vorgeworfen, in illegale Reimporte deutscher Zigaretten verwickelt zu sein. Die Ware sei unversteuert und legal nach Osteuropa oder auf den Balkan geliefert worden und später über die Grenzen geschmuggelt und in Deutschland unverzollt verkauft worden.

Ein Sprecher des aktuellen Reemtsma-Eigentümers, des britischen Tabakkonzerns Imperial, sagte der Zeitung "Die Welt": "Der Teil der Zolluntersuchungen daraus ist abgeschlossen. Dafür wurde in der vergangenen Woche Geld bezahlt." Unklar ist, ob die Millionen von den beschuldigten früheren Reemtsma-Managern oder den früheren Eigentümern der Firma gezahlt wurden, den Tchibo-Erben. Die von der Einigung betroffenen möglichen Steuervergehen beziehen sich auf einen Zeitraum von 1991 bis Ende 2001. Die Tchibo-Erben hatten Reemtsma im Mai 2002 für etwa fünf Mrd. Euro an Imperial verkauft.

Unberührt von der Übereinkunft bleiben eine Untersuchung der Hamburger Staatsanwaltschaft, die sich auf einen eventuellen Verstoß gegen ein Embargo der Vereinten Nationen bezieht, und Ermittlungen in zwei Fällen gegen frühere Reemtsma-Manager. Namen dazu sind noch nicht bekannt.

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