Ermittlungen noch voll im Gange
Volkswagen ist noch nicht über den Berg

Selten zuvor hat der Volkswagen-Konzern so viele Schlagzeilen gemacht wie im Jahr 2005. Die Affäre um Schmiergelder und Lustreisen auf Unternehmenskosten hat den Autobauer schwer erschüttert. Den mächtigen Arbeitsdirektor Peter Hartz sowie Betriebsratschef Klaus Volkert hat sie von ihren Posten geschleudert. Doch der Skandal ist längst noch nicht ausgestanden, die Justiz steckt mitten in den Ermittlungen.

HB WOLFSBURG. Zugleich dauert auch der Kampf um die Macht bei Europas größtem Autobauer an. Dabei geht es vor allem um die Rolle von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, der auch Miteigentümer des neuen VW-Großaktionärs Porsche ist. Intern wird bereits eine „turbulente“ Hauptversammlung im Mai erwartet.

„2005 war ein Jahr voller Blut, Schweiß und Tränen für Volkswagen“, urteilt der Münchner Automobilexperte Helmut Becker, Leiter des Instituts für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation. VW habe das „Tal der Tränen“ noch nicht durchschritten. Entscheidend für die Zukunft von VW dürfte sein, ob der „Paradigmenwechsel“ erfolgreich ist, der sich nach den Worten führender VW-Manager vollzogen hat: Es zähle nicht mehr das, was technisch möglich sei, sondern das, was am Markt ankomme.

Für diese Wende steht VW-Markenchef Wolfgang Bernhard, der Anfang 2005 zu Volkswagen kam. Er gilt wegen seiner zupackenden und zielorientierten Art als größter Hoffnungsträger in Wolfsburg. Die Marke VW hat schwere Ertragsprobleme. Zuverlässig Gewinne in die Konzernkasse spülen derzeit vor allem die Finanzdienstleistungen und die Tochter Audi. Konzernchef Bernd Pischetsrieder aber will bis Ende 2008 das konzernweite Vorsteuerergebnis um 4 Milliarden Euro verbessern.

VW muss aber nicht nur sparen: Zwar läuft der Absatz in Europa vergleichsweise gut, auf den beiden größten Auslandsmärkten aber - in China und den USA - ist das Geschäft eingebrochen. Die Rede ist von schweren Fehlern etwa im Vertrieb. Nun gilt es, die Modellpalette zu erneuern.

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