Ermittlungsverfahren angelaufen
Staatsanwältin sucht Verräter bei BMW

Ein Fall von Geheimnisverrat beim Autobauer BMW beschäftigt die Justiz. Es geht vor allem um die Weitergabe von Bildern künftiger Automodelle an eine Fachzeitschrift, so ein BMW-Sprecher und die Staatsanwaltschaft Stuttgart.

HB MÜNCHEN.Das Ermittlungsverfahren sei angelaufen. „Wir sind natürlich an einer schnellen Aufklärung interessiert“, sagte der BMW-Sprecher. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden bereits am 14. Oktober Privatwohnungen und Arbeitsplätze mehrerer BMW-Mitarbeiter durchsucht und elektronische Daten beschlagnahmt. Diese würden nun ausgewertet, sagte Staatsanwältin Tomke Beddies. Zur Zahl der betroffenen Beschäftigten wollten sich weder das Unternehmen noch die Behörde äußern. Sie geht von einem wirtschaftlichen Schaden im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für BMW aus.

Auf den Bildern in der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift soll den Berichten zufolge ein neues Allzweck-Modell des weiß-blauen Autobauers zu sehen gewesen sein, das derzeit unter dem Code-Namen SC5 entwickelt werde und erst 2008 auf den Markt kommen solle. BMW und die Staatsanwaltschaft wollten sich dazu nicht äußern. Nach Angaben Beddies ist derzeit noch unklar, wie die Daten in die Öffentlichkeit gelangten. Auch im August waren durch eine Panne erste Bilder des neuen 3er aus einem slowenischen Verkaufsprospekt ins Internet geraten.

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